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US-Anleihen: Extremer Kursanstieg - Einbruch bei dreißigjährigen Anleihen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu einer panikartigen Flucht in US-Staatsanleihen geführt. Die Renditen gaben durch die Bank deutlich nach und brachen bei dreißigjährigen Papieren regelrecht ein.

Die Furcht vor dem neuartigen Coronavirus hat erneut zu heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten geführt. Weltweit sind mittlerweile mehr als 100 000 Infektionen bestätigt. Anleger strömten aus riskanten Anlageformen wie Aktien in als sicher geltende US-Staatsanleihen. Die aktuellen Kursturbulenzen erinnern an die Finanzkrise.

An den Märkten wird jetzt mit einer weiteren Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte durch die US-Notenbank Fed gerechnet. Die Fed hatte zuletzt am Dienstag den Leitzins überraschend gesenkt.

In diesem Umfeld konnte auch ein außergewöhnlich robuster Arbeitsmarktbericht nicht stützen. Die Beschäftigtenzahl ist im Februar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Arbeitslosenquote ist auf 3,5 Prozent gesunken und hat den niedrigsten Stand seit rund 50 Jahren eingestellt.

Zweijährige Anleihen legten um 9/32 Punkte auf 101 10/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 0,41 Prozent. Fünfjährige Anleihen kletterten um 23/32 Punkte auf 102 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,53 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 2 4/32 Punkte auf 107 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,68 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 8 12/32 Punkte auf 119 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,21 Prozent.