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US-Öl-Notreserve soll der OPEC+ eins auswischen? Fehlanzeige!

·Lesedauer: 3 Min.
silhouette of working oil pumps on sunset background
silhouette of working oil pumps on sunset background

Die US-Öl-Notreserve soll der aktuellen Förderpolitik der OPEC+ eins auswischen? Ja, in den vergangenen Tagen ist ein solches Vorgehen diskutiert worden. Auch mit anderen Nationen, beispielsweise China, soll das Öffnen der strategischen Reserven und das Erhöhen des Angebots durch das Freigeben der Ressourcen die Preise und WTI und Brent bändigen.

Auch ein Kalkül: die OPEC+ möglicherweise ein wenig aus der Reserve zu locken, um eigenständig die Förderquoten zu erhöhen. Immerhin hat das Ölkartell zuletzt eisern demonstriert, dass man weiterhin die Macht im Markt besitzt. Selbst ein Bitten um Erhöhungen hat mit dem Verweis auf einen vermeintlich fragilen Markt wenig geholfen.

Augenscheinlich kommt es auch bereits dazu: Die USA haben demnach ihre Reserven freigegeben. Auch China, Japan und Großbritannien beteiligen sich wohl unter anderem an diesem Schritt. Es könnte jedoch sein, dass diese Maßnahme verpufft. Können die Fördernationen dem Kartell damit doch keins auswischen?

Öffnen der Reserven: Keine Wirkung gegen OPEC+?

Wie wir jedenfalls kurzfristig feststellen können, ist die Wirksamkeit dieser Maßnahme doch eher begrenzt. Wenn wir auf die Notierungen von Brent und WTI schauen, so tänzeln sie weiterhin um die Marke von 80 US-Dollar je Barrel. Bei einer angekündigten Öffnung am Dienstag und beim Schreiben dieser Zeilen am Donnerstag in der Frühe hätte es möglicherweise schon einen Effekt geben müssen. Aber: Bislang sehen wir kaum etwas.

Was bedeutet das, vor allem mit Blick auf die OPEC+ und ihre Förderpolitik? Gute Frage! Ein Pokern und ein nicht vorschnelles Öffnen der Reserven hätte die Ausgangslage möglicherweise etwas positiver beeinflusst. Auch das Kartell hat schließlich angekündigt, auf eine Erhöhung des Angebots im Zweifel reagieren zu wollen. Vermutlich auch, um selbst die Macht im Markt weiterhin zu behalten. Jetzt, wo die Schleusen in den USA, Japan, Großbritannien und anderen Regionen geöffnet sind und kaum etwas passiert, könnte es vielleicht nicht zu einem Umdenken kommen. Eben, weil einfach nichts passiert.

Der Markt scheint sich jedenfalls im Moment voll und ganz auf die OPEC+ zu konzentrieren, was die Förderpolitik angeht. Vermutlich auch, weil die Reserven nicht ewig halten. Insofern ist nachhaltig das Angebot von aktiven Fördernationen ausschlaggebend für die Preise. Trotzdem bemerkenswert, wenn dieser Angebotsschub weitgehend wirkungslos verpuffen sollte. Damit könnte sich noch etwas anderes ergeben: nämlich eine Ausgangslage, in der auch die USA und andere Wirtschaftsnationen machtloser sind, was die Ölpreise angeht.

Bestätigung des Kartells

Sollte das höhere Angebot auch in den kommenden Tagen weiterhin wirkungslos verpuffen und sich die OPEC+ nicht per Anfang Dezember zu einer Fördererhöhung durchringen, so hätte diese Maßnahme keinen Effekt. Damit würde sich zeigen, dass weder die USA noch China mit ihren Reserven einen Einfluss auf den Ölmarkt besitzen. Zumindest im Moment nicht. Das würde die Macht des Kartells natürlich bestätigen.

Ob das wiederum positiv oder negativ ist, dürfte die Zeit zeigen. Grundsätzlich könnte das Kartell damit weiterhin auf die Bremse drücken, was Fördererhöhungen angeht. Oder sich bestätigt fühlen, was die Machtkonzentration angeht, und in der Folge wieder etwas entgegenkommender agieren. Alles hat seine zwei Seiten. Im Moment ist bloß für mich bemerkenswert: Die Maßnahmen der USA und von China haben noch keinen nennenswerten Effekt.

Der Artikel US-Öl-Notreserve soll der OPEC+ eins auswischen? Fehlanzeige! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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