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Urlaubsfotos im Netz: Worauf ihr als Eltern achten könnt, wenn ihr Bilder eurer Kinder teilt

·Lesedauer: 3 Min.

Ob ihr nun trotz Corona ins Ausland fliegt oder den Urlaub mit euren Kindern lieber am Ostseestrand verbringt: Familienerlebnisse möchten die meisten von euch sicherlich gerne festhalten – und vor anderen auch ein bisschen damit angeben. Aber wie sicher ist es eigentlich, Bilder von Kindern und Jugendlichen über Messenger-Dienste und soziale Medien zu teilen?

Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der Beschwerdestelle bei Eco – dem Verband der Internetwirtschaft – hat dazu fünf Tipps parat. Allgemein sei es völlig nachvollziehbar, dass Eltern ihren Freunden und Verwandten Fotos ihrer Kinder zeigen möchten, so die Rechtsanwältin. „Doch entscheidend dabei ist, was auf den Bildern zu sehen ist und mit wem beziehungsweise auf welchen Plattformen sie geteilt werden.“

1. Keine Bilder in Bikini, Badehose oder mit zu viel nackter Haut teilen

Grundsätzlich solltet ihr Koch-Skiba zufolge keine Fotos teilen, auf denen Kinder und Jugendliche nackt oder nur leicht bekleidet zu sehen sind. Gerade bei Fotos vom Ausflug ans Meer oder ins Schwimmbad, auf denen Kinder in Badekleidung herumlaufen, sei besondere Vorsicht geboten. Denn die Bilder könnten in falsche Hände geraten und sexualisiert werden.

Viele Eltern hätten das noch nicht verstanden. Das zeige beispielsweise der Instagram-Hashtag „#kidsbeachwear“, unter dem mehr als 20.000 Bilder zu finden sind. Deshalb sei gerade in diesem Punkt noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

2. Gesichter von Kindern mit Smileys verdecken oder verpixeln

Aber auch bei erst einmal unbedenklich wirkenden Fotos rät Koch-Skiba zur Vorsicht. Denn auch solche Bilder würden ihr beim Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Netz begegnen. „Selbst Fotos auf dem Spielplatz oder beim Kindergeburtstag können mitunter in Pädophilen-Foren auftauchen und in den falschen Kontext gebracht werden“, warnt die Rechtsanwältin. Das sei zwar nicht die Regel, aber Eltern sollten sich des Risikos immer bewusst sein.

Um ganz sicher zu sein, schlägt sie vor, dass ihr das Gesicht eurer Kinder mit einem Smiley bedecken oder verpixeln könntet. Oder ihr fotografiert für das Teilen im Internet von vornherein so, dass man von eurem Spross nur den Hinterkopf sieht.

3. Sicherheitseinstellungen checken

Ihr solltet außerdem darauf achten, Fotos eurer Kinder nur mit Verwandten oder engen Freunden zu teilen. Die gängigen Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram bieten dazu detaillierte Sicherheitseinstellungen an. So könnt ihr auch abseits der Entscheidung zu einem privaten oder öffentlichen Account kontrollieren, wer eure Beiträge sehen kann. „Das Internet eignet sich leider nur bedingt als weitergegebenes digitales Familienalbum“, sagt Koch-Skiba. Wenn ihr Urlaubsbilder in eurem Status teilen wollt, also temporär für bis zu 24 Stunden, könnt ihr für jeden Kontakt separat entscheiden, ob die betreffende Person Zugriff haben soll.

4. Rechte von Kindern beachten

Bei der Frage, mit wem ihr Urlaubsfotos teilen wollt, solltet ihr Koch-Skiba zufolge die Stimme einer wichtigen Partei keinesfalls ignorieren: die eurer Kinder. Das funktioniere natürlich nur, wenn sie schon etwas älter seien, gibt die Rechtsanwältin zu. „Wer seine Kinder aber schon früh an dieses Thema heranführt, leistet parallel wichtige Aufklärungsarbeit für deren spätere Social-Media-Nutzung.“

5. Unangebrachte Fotos melden

Wenn euch nachträglich die Zweifel plagen, ob es angemessen war, bestimmte Urlaubsbilder zu teilen, rät Koch-Skiba, den Post einfach zu löschen. Das minimiere immerhin einige der Risiken. Wenn ihr als Internetuserin oder -user unangebrachte Fotos von Kindern und Jugendlichen entdeckt, könnt ihr diese auch direkt der Eco Beschwerdestelle melden.

sb

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