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Urban Sports Club entlässt 55 Mitarbeiter – das sind die Gründe und was Betroffene sagen

Urban Sports Club bietet seinen Kunden flexible Sport-Mitgliedschaften für unterschiedliche Sportarten an. - Copyright: Urban Sports Club
Urban Sports Club bietet seinen Kunden flexible Sport-Mitgliedschaften für unterschiedliche Sportarten an. - Copyright: Urban Sports Club

Urban Sports Club aus Berlin hat nach Gründerszene-Informationen rund 15 Prozent der Belegschaft gekündigt. Das entspricht 55 Mitarbeitenden. Auf Nachfrage bestätigte das Startup die Entlassungen.

Als Gründe für die Entlassungen nennt Urban Sports Club das Verfehlen der eigenen Profitabilitätsziele. Nach internen Unterlagen, die Gründerszene vorliegen, seien diese Ziele "einige Monate in Folge" nicht erreicht worden. Das Ziel sei es nun, bis Ende des Jahres in Deutschland profitabel zu sein, so das Unternehmen auf Nachfrage. "Mit einer Reihe von Effizienzmaßnahmen im Produktbereich haben wir in den vergangenen Monaten bereits hohe Kosteneinsparungen erzielen können, die höhere Einsparungen beim Personal verhindern konnten", so das Unternehmen weiter.

So zog sich das Unternehmen unter anderem aus dem italienischen Markt zurück, wie Gründerszene erfuhr. Derzeit ist das Fitness-Startup noch in Deutschland, Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien und den Niederlanden aktiv.

Fokus nach Corona erst auf Wachstum, jetzt auf Profitabilität

Grundsätzlich beobachte Urban Sports Club einen starken Nachholeffekt bei den Mitgliedern, nach der Pandemie zum Sport zurückzukommen. Dadurch wurde das Startup nach der Pandemie auf Wachstum getrimmt. Auf Grund der aktuellen Lage am Kapitalmarkt, bedingt durch Energiekrise und Inflation, seien die Unternehmensziele in den vergangenen Monaten aber auf Profitabilität gedreht worden.

Die aktuellen Entlassungen betreffen alle Marken der Gruppe. Das sind auch OneFit in den Niederlanden und Fitogram, ein Anbieter von Studio-Management-Software. Das Sportangebot für Firmen und Endkunden in allen Märkten bleibe bestehen, so das Unternehmen.

Seit kurzem ist mit Fabian Bruegmann ein neuer CFO im Unternehmen, er arbeitete zuvor unter anderem bei Goldman Sachs oder der Commerzbank. Mit den Kündigungen habe diese Neueinstellung allerdings nicht zu tun, so das Startup.

"Kündigung traf uns alle sehr unerwartet"

Eine Person, die von der aktuellen Kündigungswelle betroffen ist, äußerte sich anonym gegenüber Gründerszene und spricht davon, dass in den Wochen vor den Kündigungen vom Unternehmen kommuniziert wurde, dass es nicht zu Entlassungen kommen werde. Die aktuellen Kündigungen seien dann allerdings "fair und marktgerecht" gewesen. Mitarbeitenden seien marktübliche Abfindungen angeboten worden.

"Die Kündigung traf uns alle sehr unerwartet, da über die letzten Wochen immer wieder versichert wurde, dass es keine Entlassungen in Deutschland geben wird", so die betroffene Person. "Eine große Unsicherheit und Traurigkeit breitet sich aus, während wir versuchen, zu begreifen, was passiert ist und unser Leben umzuplanen."