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Nach Urabstimmung: Ab Montag soll bei E.on gestreikt werden

Hannover (dapd). Mitten im Winter droht bei Deutschlands größtem Energieversorger E.on der erste große Arbeitskampf der Firmengeschichte. Bei einer Urabstimmung sprachen sich in dieser Woche nach Gewerkschaftsangaben mehr als 90 Prozent der Mitglieder für einen unbefristeten Streik aus. Bereits am kommenden Montag sollen die Arbeitsniederlegungen beginnen. Die rund 30.000 E.on-Beschäftigten wollen mit dem Streik der Tarifforderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt Nachdruck verleihen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kündigte am Freitag an, bestreikt würden sowohl die Energieerzeugung als auch der Service- und Abrechnungsbereich des Konzerns. Fernwärmelieferungen würden jedoch aufrechterhalten, so dass die Verbraucher nicht befürchten müssten, "dass sie im Kalten sitzen", wie ver.di Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott betonte.

Der Energiekonzern kündigte an, er werde alles tun, "damit es möglichst nicht zu Einschränkungen der Versorgungssicherheit für Kunden und Verbraucher kommt". Gleichzeitig appellierte der Konzern an die Gewerkschaften ver.di und IG BCE, die Tarifgespräche wieder aufzunehmen. "Wir hoffen sehr, dass wir noch vor Beginn eines möglichen Streiks an den Verhandlungstisch zurückkehren und eine für beide Seiten tragbare Lösung erreichen können", sagte E.on-Personalvorstand Regine Stachelhaus.

Das Unternehmen habe bereits Kompromiss- und Bewegungsbereitschaft signalisiert, betonte die Managerin. Allerdings liegen Forderung und Angebot bisher noch weit auseinander. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Geld. Der Konzern hatte zuletzt Einkommensverbesserungen um 1,7 Prozent angeboten.

E.on ist aber nicht der einzige Energiekonzern, bei dem ein Arbeitskampf droht. Auch beim zweitgrößten deutschen Energieversorger RWE könnten schon bald die Urabstimmungen über einen unbefristeten Streik beginnen. Die Gewerkschaften scheinen entschlossen, auch hier die Tarifverhandlungen für gescheitert zu erklären.

dapd

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