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Unstillbarer Risikoappetit frisst Aufschläge bei Ramschanleihen

Tasos Vossos und Alice Gledhill
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Investoren stürmen in die riskantesten Ecken der europäischen Anleihemärkte. Die Pandemie haben sie dabei glatt ausgepreist. Das zeigt eine gängige Messgröße für die finanzielle Gesundheit von Unternehmen.

Die Prämie für Euro-Hochzinsanleihen gegenüber Investment-Grade-Papieren ist auf den niedrigsten Stand seit 14 Monaten gefallen, zeigen die entsprechenden Bloomberg Barclays Indizes.

Einerseits kann man das als Zeichen der Überzeugung interpretieren, dass die europäischen Regierungen mit ihren Impfprogrammen den Europäern ihr normales Leben wieder zurückbringen können. Andererseits zeigt es, dass aufgrund der massiven monetären Stimuli das Risiko, Unternehmen mit dem niedrigsten Rating Geld zu leihen, kaum noch extra bezahlt werden muss.

Diese hauchdünnen Spreads werfen die Frage auf, ob sich Anleger der Risiken bewusst sind, die nach Ende der Pandemie auf die Unternehmen lauern. Skeptiker sagen, dass die Zentralbanken irgendwann anfangen werden müssen, ihre Unterstützungsmaßnahmen zurückzufahren. Und das fiskalische Pandemie-Konjunkturpaket der Europäischen Union in Höhe von rund 800 Milliarden Euro könnte sich verzögern.

“Alle haben so lange nach Rendite gelechzt”, sagt Michael Matthews, ein Anleihefondsmanager bei Invesco. “Wenn die Leute nervös werden und sich das umkehrt, würde es meiner Meinung nach nicht viel brauchen für eine nennenswerte Neubewertung.”

Doch im Moment zieht sich der Rausch um den ganzen Globus. In den USA ist der Spread von Junk Bonds zu Staatsanleihen auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Das erste Quartal verzeichnete Rekordverkäufe von Ramschanleihen.

In Europa erzielen Risiko-Anleihen eine durchschnittliche Rendite von 2,49%, der niedrigste Level seit 13 Monaten. Die Differenz zwischen Ramsch und Investment Grade liegt derzeit bei gerade mal 207 Basispunkten, weniger als ein Drittel der 652 Basispunkte, die im März 2020 als Aufpreis verlangt wurden.

Dieselbe Dynamik zeigt sich auch in anderen Teilen des Kreditmarktes. Bei Banken in Europa hat sich der Aufschlag von riskanteren gegenüber sichereren Anleihen verflüchtigt. Nachrangige Schuldverschreibungen, bekannt als Tier 2, bieten derzeit eine Prämie von gerade mal 47 Basispunkten im Vergleich zu nicht-nachrangigen Papieren, laut Bloomberg Barclays-Indizes der geringste Aufschlag seit Februar 2020.

Überschrift des Artikels im Original:Race for Anything Risky Is Squeezing Europe’s Junk Spreads

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