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Unister räumt Datenleck bei Internetportal urlaubstours.de ein

Leipzig (dapd). Bei der in die Schlagzeilen geratenen Leipziger Internet-Firma Unister hat es ein Datenleck gegeben. "Die Zeitschrift 'Computer-Bild' hat uns darauf hingewiesen, seitdem arbeiten wir Tag und Nacht an dem Problem", sagte Unister-Sprecher Konstantin Korosides am Freitag der Nachrichtenagentur dapd.

Die Zeitschrift hatte berichtet, dass Namen und Reiserouten von Tausenden Reisenden im Internet von Fremden einsehbar seien. Das Problem betreffe etwa 4.700 Buchungen bei der Fluggesellschaft Ryanair über das Unister-Portal urlaubstours.de.

Das Datenleck entstand laut Bericht dadurch, dass Ryanair seinen Kunden anbietet, mit einer Reservierungsnummer und einer E-Mail-Adresse die Buchung zu kontrollieren. urlaubstours.de habe jedoch für alle Buchungen dieselbe Adresse verwendet, so dass die Kunden die Daten anderer Reisender einsehen könnten.

Die Airline forderte nach Angaben von "Computer-Bild" Unister auf, sich mit hoher Priorität um das Sicherheitsproblem zu kümmern. Nach Angaben von Korosides wurde die Datenlücke bis Freitagmorgen so gut wie geschlossen, im Laufe des Tages voraussichtlich ganz. Zwischenzeitlich seien die betroffenen Produkte vom Markt genommen worden. "Sie werden in Kürze wieder live gehen und dann mit individualisiertem Code für jeden Kunden", sagte Korosides weiter.

Am Donnerstag hatte Unister-Mitbegründer und Geschäftsführer Thomas Wagner seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft angekündigt. Seit Dezember steht das Unternehmen im Mittelpunkt von staatsanwaltlichen Ermittlungen. Unister mit Portalen wie ab-in-den-urlaub.de und fluege.de wird verdächtigt, unerlaubt über seine Reiseportale im Internet Versicherungen verkauft und Steuern hinterzogen zu haben. Unister wies die Vorwürfe zurück. Außerdem ermittelt der sächsische Datenschutzbeauftragte wegen möglicher Sicherheitslücken im Zahlungsverkehr.

dapd

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