Blogs auf Yahoo Finanzen:

Ein Unister-Manager darf unter Auflagen Gefängnis verlassen

Dresden (dapd-lsc). Einer der drei in der vergangenen Woche verhafteten Manager der Leipziger Internetfirma Unister darf das Gefängnis unter Auflagen verlassen. Es müssten eine Kaution hinterlegt und Meldeauflagen erfüllt werden, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Wolfgang Klein, am Montag der Nachrichtenagentur dapd nach einem Haftprüfungstermin am Amtsgericht Dresden. Klein kündigte an, die Generalstaatsanwaltschaft werde gegen den Beschluss des Amtsgerichts Beschwerde einlegen.

Als Grund für die Aussetzung der Haft wurde laut Klein die Größe der Internetfirma genannt. Es stünden zahlreiche Arbeitsplätze auf dem Spiel. Welcher der drei in U-Haft sitzenden Manager die Justizvollzugsanstalt Dresden verlassen kann, wollte der Staatsanwalt nicht sagen. Wenn die Kaution hinterlegt sei, erfolge die Freilassung. Das werde aller Voraussicht nach am Dienstag sein. Über die Höhe der Kaution wollte Klein ebenfalls keine Aussage machen. Ob die beiden anderen Manager ebenfalls Haftbeschwerde eingelegt hätten, sei ihm nicht bekannt.

Manager schweigen weiter zu Vorwürfen

Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter und wertet die beschlagnahmten Akten und Computer aus. Alle drei festgenommenen Manager machten laut Klein noch keine Aussagen. Jedoch hätten sich zwischenzeitlich Zeugen per E-Mail bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, die etwas zu den Vorwürfen beitragen wollen. "Es könnte sein, dass wir sie auch als Zeugen vernehmen, wir arbeiten jedoch erst einmal unsere Liste von Zeugen ab", sagte Klein.

In der vergangenen Woche hatte das Landeskriminalamt deutschlandweit an zahlreichen Standorten des Unternehmens eine Razzia durchgeführt und die drei Manager verhaftet. Unister steht im Verdacht, unerlaubt Versicherungen verkauft und Steuern hinterzogen zu haben. Zur Firma gehören Internetseiten wie www.fluege.de, www.ab-in-den-urlaub.de und www.auto.de.

dapd

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt
    Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt

    In Australien ist Treibgut angespült worden, das von dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug stammen könnte. Die Transportsicherheitsbehörde ATSB sowie der Flugzeughersteller Boeing untersuchten anhand von Fotos, ob es sich um Teile von Flug MH370 handelt.

  • Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an
    Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an

    Der Flughafen Lübeck hat Insolvenz angemeldet. Es sei ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden, sagte eine Sprecherin des Amtsgericht Lübeck am Mittwoch.

  • Verwirrspiel um Babykauf: Kunden und Vermittler waren Reporter
    Verwirrspiel um Babykauf: Kunden und Vermittler waren Reporter

    Kann man in Bulgarien ein Baby kaufen? Bei der Klärung dieser Frage sind zwei Teams verdeckter Reporter aufeinandergetroffen - als angebliche Kunden und als angebliche Verkäufer.

  • Albig zweifelt an Finanzierungszusagen des Bundes für Verkehrswege
    Albig zweifelt an Finanzierungszusagen des Bundes für Verkehrswege

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat seinen vielfach kritisierten Vorschlag einer Straßenreparatur-Abgabe aller Autofahrer mit Zweifeln an den Finanzierungsversprechen der Berliner Koalition begründet.

  • Commerzbank-Chef für «Dispo-Nutzungsbremse»
    Commerzbank-Chef für «Dispo-Nutzungsbremse» dpa - Di., 22. Apr 2014 17:12 MESZ
    Commerzbank-Chef für «Dispo-Nutzungsbremse»

    Verbraucher mit einem Girokonto im Minus sollen künftig besser vor einem möglichen Sturz in die Schuldenfalle geschützt werden. Dieses Vorhaben der Bundesregierung erhält nun erstmals Unterstützung eines Topbankers.

 

Vergleichsrechner

  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »