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Union verliert nach Klimapaket in der Wählergunst

Eine Woche nach der Einigung der Großen Koalition auf das Klimapaket büßt die Union an Zustimmung ein. Die SPD legt dagegen wie auch die AfD leicht zu.

Das Klimapaket kostet die Union Wählergunst. Foto: dpa

Die Unionsparteien verlieren nach der Einigung der großen Koalition auf ein Klimapaket an Zustimmung. Im Emnid-Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ verlieren CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte und kommen nur noch auf 27 Prozent.

Auch die FDP gibt einen Prozentpunkt ab und landet nun bei sieben Prozent. Auf der Gewinnerseite steht dagegen die SPD. Die Sozialdemokraten legen um einen Prozentpunkt zu auf 16 Prozent. Hinter ihnen folgt direkt die AfD, die ebenfalls einen Prozentpunkt hinzugewinnt und jetzt auf 15 Prozent kommt.

Keine Änderungen gibt es bei den Grünen, die weiterhin 21 Prozent der Befragten wählen würden. Unverändert ist auch das Ergebnis der Linkspartei, die wie in der Vorwoche auf acht Prozent kommt. Die sonstigen Parteien legen einen Prozentpunkt zu auf sechs Prozent. Befragt wurden 1719 Personen vom 19. bis 25. September.

Vor gut einer Woche hatte sich die große Koalition auf ein Maßnahmenpaket zum Klimaschutz geeinigt. Daran entzündete sich zum Teil jedoch scharfe Kritik.

Das ZDF-„Politbarometer“ hatte am Freitag einen Patt zwischen Union und Grünen gemeldet - mit jeweils 27 Prozent. Die Union büßte damit in dieser Umfrage im Vergleich zur Befragung Anfang September einen Prozentpunkt ein, die Grünen gewannen drei. Hier verlor die SPD zwei Punkte und kam nur noch auf 13 Prozent. Damit lagen die Sozialdemokraten hinter der AfD, die einen Punkt zulegte und 14 Prozent erreicht. Die Zustimmungswerte von FDP (6 Prozent) und Linker (7 Prozent) blieben unverändert.

In anderen Erhebungen, etwa dem ARD-„Deutschlandtrend“ vom Juni, hatten die Grünen die Union zeitweise im vergangenen Sommer sogar schon überholt, fielen zuletzt aber wieder hinter ihr zurück.