Deutsche Märkte schließen in 6 Stunden 48 Minuten

Union sei „null vorbereitet“ auf die Zeit nach Merkel: Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt spricht sich gegen ein Jamaika-Bündnis aus

·Lesedauer: 1 Min.
Katrin Göring-Eckardt ist Fraktionschefin der Grünen
Katrin Göring-Eckardt ist Fraktionschefin der Grünen

Während die Parteispitze der Grünen mit der FDP über gemeinsame Regierungspläne verhandelt, spricht sich die Grüne-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt derweil deutlich gegen eine Koalition mit der Union aus.

"Ich sehe im Moment nicht, dass man die Union für sondierungsfähig halten könnte, geschweige denn für regierungsfähig", sagt die 55-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zwar sei sie immer der Meinung, dass man unter den demokratischen Parteien keine Option ausschließen sollte. Aber beim Blick auf den Zustand der CDU sehe sie aktuell nicht, wie eine Koalition mit CDU und CSU gehen solle.

Diese Feststellung sei unabhängig davon, wer auf Seiten der Union die Verhandlungen führt. "Jetzt bringt sich ja Herr Söder ins Spiel oder wird ins Spiel gebracht. Aber es geht ja nicht darum, welcher Kopf vorne steht", so die Fraktionsvorsitzende. "Der ganze Laden ist offensichtlich null vorbereitet auf die Zeit nach Merkel."

Kritik an der Union und Lob für die FDP

Während sie die Union scharf kritisiert, sieht sie die Verhandlungen mit der FDP optimistisch. Das Verhältnis sei mit den Liberalen nun besser als bei den vergangenen Koalitionsgesprächen vor vier Jahren, als FDP-Chef Christian Lindner das Jamaika-Bündnis platzen lies.

Nun würden es „beide Seiten“ wollen, sagt Göring-Eckardt der Funke Mediengruppe. Abgeordnete hätten miteinander geredet, es habe gemeinsame Gesetzentwürfe gegeben, man habe persönliche Vertrauensverhältnisse aufgebaut. „Auch Christian Lindner und ich als Fraktionsvorsitzende haben so nach und nach verstanden, wie wir ticken", sagt Göring-Eckardt.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.