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Union Invest startet Workation für bessere Work-Life-Balance

(Bloomberg) -- Bei der Union Investment haben im vierten Quartal insgesamt 56 Mitarbeiter mobil aus dem Ausland gearbeitet. Sie nutzten damit eine neue Möglichkeit bei der DZ-Bank-Tochter, die erst am 1. Oktober eingeführt worden war. Auch bei anderen Finanzdienstleistern endet die Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes nicht mehr an den deutschen Landesgrenzen, während der Wettstreit um die besten Köpfe in der Branche anhält.

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Durch das Angebot “wird die Work-Life-Balance gestärkt. So ist es zum Beispiel auch möglich, direkt vor oder nach einem Urlaub mobil aus dem Ausland zu arbeiten”, erklärte Margit Lehwalder, Bereichsleiterin für Konzern-Personal, gegenüber Bloomberg News. Die Resonanz sowohl von Beschäftigten als auch von Bewerbern zeige, dass die Regelung positiv aufgenommen werde und die Arbeitgeberattraktivität dadurch steige.

Viele Finanzdienstleister haben derzeit Probleme, gutes Personal für bestimmte Tätigkeiten zu finden. Allein im vierten Quartal schrieben Banken und Fintechs 28.334 Jobs in Deutschland aus, zeigen Daten des Personalmarktspezialisten Index. Laut einer Studie der Helaba aus der vergangenen Woche sind speziell die Bereiche Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Regulierung betroffen. Flexibile Arbeitszeiten und -orte seien bei der Anwerbung wichtig.

Zu Finanzdienstleistern, die zuletzt ebenfalls sogenanntes Workation eingeführt haben, zählen unter anderem die BayernLB, die LBBW und die ING Deutschland. In vielen Fällen ist die Zeit im Ausland auf maximal einen Monat und auf Europa begrenzt, unter anderem aus steuerrechtlichen Gründen.

Auch bei der Union Investment sind höchstens 18 Workation-Tage pro Jahr möglich. Erlaubt sind die Europäischen Union, Norwegen, Island, Liechtenstein sowie die Schweiz. Mobiles Arbeiten an sich gibt es bei dem Frankfurter Asset-Manager zwar schon seit vielen Jahren. Doch erst bei einer Überarbeitung im vergangenen Jahr wurden neue Angebote zur Flexibilisierung aufgenommen, darunter Arbeiten im Ausland.

Allerdings gibt es laut Lehwalder einige Tätigkeiten, die nicht für Workation geeignet seien. Es gelte, dies im Einzelfall zu prüfen. Alle Anträge müssten über das Mitarbeiterportal erfasst und von der Führungskraft genehmigt werden. Zudem haben die Mitarbeiter dafür zu sorgen, dass sie im Ausland ausreichend Krankenversicherungsschutz besitzen.

“Wir bauen bei unserem Modell des mobilen Arbeitens auf Vertrauen und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden”, sagte Lehwalder.

(Neu: Details zum mobilen Arbeiten im 5. Absatz)

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