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Union enttäuscht von Wirecard-Aktionsplan

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Unionsfraktion im Bundestag hat sich enttäuscht über den maßgeblich von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) entwickelten Aktionsplan zum Fall Wirecard <DE0007472060> gezeigt. Es würden weiterhin kaum konkrete Konsequenzen aus dem Betrugsskandal beschrieben, sagte der Obmann der Unionsfraktion im Wirecard-Untersuchungsausschuss, Matthias Hauer, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Union sehe großen Reformbedarf bei der Finanzaufsicht Bafin, bei Wirtschaftsprüfern und bei der Geldwäscheaufsicht. So solle die Haftungsgrenze für Abschlussprüfer von derzeit vier Millionen Euro künftig erhöht werden - etwa gestaffelt nach Größe des geprüften Unternehmens. Die Abschlussprüfer sollten spätestens alle fünf Jahre wechseln, alle zehn Jahre zudem die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Der Aufsichtsrat eines Unternehmens soll sich nach Hauers Vorstellungen verpflichtend mindestens einmal im Jahr mit dem Wirtschaftsprüfer austauschen - und zwar ohne dass der Vorstand dabei sei. Außerdem solle der Prüfer Rederecht auf der Hauptversammlung bekommen.

Scholz und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) wollten ihren Aktionsplan am Nachmittag vorstellen.