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Ungleiche Erholung der Weltwirtschaft schafft Verlierer: OECD

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung prognostizierte am Montag, dass die Erholung der Welt von der Covid-19-Pandemie stärker als bislang erwartet ausfallen wird. Dies berge aber auch das Risiko, dass viele Regionen abgehängt werden und sich Ungleichheiten - auch innerhalb von Landesgrenzen - verschärfen.

Die in Paris ansässige Gruppe revidierte ihre globale Wachstumsprognose für 2021 auf 5,8% von 5,6%. Gleichzeitig warnte sie vor eklatanten Unterschieden, welche zur Folge hätten, dass der Lebensstandard vieler Menschen über längere Zeit nicht auf das Vorkrisenniveau zurückkehren wird.

In Argentinien und Spanien etwa werden nach den neuen Prognosen mehr als drei Jahre vergehen zwischen dem Ausbruch der Pandemie und der entsprechenden Erholung der Wirtschaftsleistung je Einwohner. Im Vergleich dazu seien es in den USA nur 18 Monate und in China weniger als ein Jahr.

“Mit einer gewissen Erleichterung sehen wir, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten aufhellen, aber mit einigem Unbehagen, dass dies auf sehr ungleiche Weise geschieht”, so OECD-Chefökonom Laurence Boone. “Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein ausreichendes Wachstum nach der Pandemie nicht erreicht wird, oder dass es nicht weit genug verbreitet sein wird.”

Inmitten des zurückkehrenden Vertrauens in den reichsten Länder der Welt durch die Lockerung der Pandemiebeschränkungen und zunehmender Impferfolge mahnt diese Einschätzung zur Vorsicht. Die OECD lobte die Regierungen für ihre außergewöhnlich schnelle und effektive politische Unterstützung, die nun zu einer Erholung von Handel, Produktion und Konsumausgaben führt. Das dürfte die Narben begrenzen, die die Krise hinterlässt, sagte die 38 Mitglieder umfassende Organisation.

Sie warnte jedoch davor, dass sich Ungleichheiten weiter verschärfen könnten, weil nicht genügend Impfstoffe und Unterstützung für Schwellenländer und Volkswirtschaften mit niedrigem Einkommen zur Verfügung stehen. Bereits jetzt seien diese weniger in der Lage, Schocks abzufedern und könnten künftig auf Probleme bei der Staatsfinanzierung stoßen.

Ohne Impfungen in allen Ländern könnten neue Varianten und erneute Lockdowns Vertrauen beschädigen, die Wirtschaft wieder in einen Start-Stopp-Modus gedrängt werden und Firmen in den Bankrott stürzen, so die OECD.

“Die Erholung ist ziemlich solide, ziemlich robust, aber es hängt entscheidend davon ab, ob wir den Impf-Rhythmus beibehalten können, und der lautet: Impfen, Impfen, Impfen”, so OECD-Generalsekretär Angel Gurria in einem Interview mit Bloomberg TV. “Der Feind mutiert, der Feind bildet Varianten, er ändert seine Form und seine DNA und wir sollten versuchen, ihn so früh wie möglich zu besiegen.”

Inflationsrisiko

Die OECD verwies auch auf eine neue Inflationsgefahr aufgrund höherer Betriebskosten hin. Lieferketten führten zu Komponentenknappheit und der Wettbewerb könnte geschwächt werden, wenn Insolvenzen folgen. Bis Ende des Jahres sollte sich das aber bessern.

Den Regierungen verordnete die OECD eine Kombination aus flexibler fiskalischer Unterstützung, die vor allem auf kleine Unternehmen abzielt, und dem Bemühen, das Vertrauen mit glaubwürdigen Plänen zur längerfristigen Sanierung der öffentlichen Haushalte wiederherzustellen.

Überschrift des Artikels im Original:A Resurgent World Economy Is Seen Leaving Many Behind (1)

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