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Ungewisses Schicksal für die "Financial Times Deutschland"

Hamburg/Berlin (dapd). Endgültiges Aus oder Weiterleben im Internet: Die Zukunft der Gruner+Jahr-Wirtschaftsmedien ist ungewiss. Unternehmenssprecher Claus-Peter Schrack wies am Samstag einen Medienbericht zurück, wonach geplant sei, die "Financial Times Deutschland" (FTD), "Impulse" und "Börse Online" einzustellen. "Es gibt keine Entscheidung in diesem gesamten Prozess", sagte Schrack auf dapd-Anfrage. Zu Spekulationen könne und wolle sich Gruner+Jahr nicht äußern.

Der "Focus" hatte vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, nur "Capital" solle fortgeführt werden. Damit wäre auch die Idee einer reinen Online-FTD vom Tisch. Laut dem Nachrichtenmagazin sollen von den 350 Mitarbeitern der Poolredaktion-Wirtschaftsmedien 330 entlassen werden.

Nach Informationen des "Spiegels" könnte "Capital" nach Berlin umziehen und stärker politisch ausgerichtet werden. Selbst ein Fortführen der FTD als Online-Ausgabe werde im Gesellschafterkreis eher skeptisch gesehen.

Das "Hamburger Abendblatt" hingegen berichtete, eines der vorliegenden Konzepte sehe vor, die Seitenzahlen der Printausgabe der FTD in den kommenden Jahren zu senken. In einem zweiten Schritt soll die FTD demnach an bestimmten Tagen lediglich digital erscheinen. Am Ende des Konzepts soll eine reine Online-FTD stehen.

Die "Financial Times Deutschland" schreibt seit längerem rote Zahlen.

dapd