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Unesco fordert staatliche Reglementierung des KI-Einsatzes an Schulen

PARIS (dpa-AFX) -Die UN-Kulturorganisation Unesco hat Regierungen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in Schule und Bildung zu einer Reglementierung in ethischer und pädagogischer Hinsicht aufgerufen. Nötig sei ein auf den Menschen ausgerichteter Ansatz und die Schulung des Lehrpersonals, teilte die Unesco am Donnerstag in Paris mit. Zum Einsatz von generativer KI - wozu auch Textroboter wie ChatGPT gehören - legte die Unesco einen Leitfaden vor, um den Herausforderungen begegnen zu können.

Das Papier ermuntere zu menschlichem Eingreifen, Inklusion, Fairness, Gleichstellung der Geschlechter sowie kultureller und sprachlicher Vielfalt beim Einsatz von KI. Auch lege es eine Altersgrenze von 13 Jahren für den Einsatz von KI-Tools in Klassenzimmern fest und empfehle allgemeine Standards für den Schutz von Daten und der Privatsphäre, erklärte die Unesco.

Der Leitfaden solle politischen Entscheidungsträgern und Lehrern dabei helfen, das Potenzial der KI im besten Interesse der Schüler optimal auszuschöpfen, sagte Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay. "Die generative KI kann eine großartige Chance für die menschliche Entwicklung sein, aber sie kann auch Schaden und Nachteile verursachen." Denn die aktuellen ChatGPT-Modelle etwa würden aus Daten von Online-Nutzern gebildet, die die vorherrschenden sozialen Werte und Normen der Länder des Nordens widerspiegelten.

Die Unesco beklagte, dass der Bildungssektor nach wie vor unzureichend auf die ethische und pädagogische Integration der sich schnell entwickelnden KI-Werkzeuge vorbereitet sei. Laut einer jüngsten weltweiten Umfrage der Unesco verfügten weniger als zehn Prozent der Schulen über Richtlinien zur Nutzung generativer KI-Anwendungen, was größtenteils auf das Fehlen nationaler Vorschriften zurückzuführen sei. Kürzlich warnte die Unesco, dass KI in Schulen in einem zu schnellen Tempo mit einem besorgniserregenden Mangel an staatlicher Kontrolle und Regulierung eingesetzt wird.