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Umweltorganisationen fordern hungerstreikende Klimaaktivisten zum Abbruch auf

·Lesedauer: 2 Min.
Hungerstreikende am Montag in Berlin (AFP/Odd ANDERSEN)

Umweltschutzorganisationen haben an die jungen Klimaaktivisten vor dem Berliner Reichstagsgebäude appelliert, ihren Hungerstreik abzubrechen. "Ich verstehe ihre Hilflosigkeit, zusehen zu müssen, wie ihre Lebensgrundlagen systematisch zerstört werden", erklärte der Präsident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR), Kai Niebert, am Freitag. "Aber dennoch sehe ich es als einen falschen Weg an, Gesundheit und Leben aufs Spiel zu setzen."

"Für den Weg in die Klimaneutralität brauchen wir jede und jeden – gesund, lebendig und mit viel Kraft", erklärte Niebert weiter. "Die nächste Legislaturperiode entscheidet, ob wir es noch schaffen, die Klimakrise auf ein erträgliches Maß zu begrenzen." Nötig seien "mutige, konsequente, wegweisende Entscheidungen", erklärte Niebert. "Deshalb lohnt es sich zu kämpfen - und zu leben."

Auch Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser erklärte, seine Organisation teile das Anliegen der Protestierenden, "aber wir appellieren an sie, aus Sorge um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen, diese Zukunft und ihr junges Leben nicht aufs Spiel zu setzen".

Der Protest der jungen Menschen zeige, wie sehr die junge Generation die Klimakrise als Bedrohung erlebe "und aus gutem Grund ihr Recht auf Zukunft einfordert", unterstrich Kaiser. Politik und Gesellschaft müssten die Proteste endlich ernst nehmen, "und das heißt: die Klimakrise endlich als Krise behandeln und viel weitergehende Sofort-Maßnahmen zum Klimaschutz beschließen, als das bisher erfolgt ist."

Er wolle die Klimaaktivisten ermutigen, "sich zu erholen und zu stärken, um ihre Kraft und ihre Entschlossenheit in den nächsten Wochen und Monaten für eine Klimawende in Deutschland einzusetzen", erklärte Kaiser.

Die Gruppe junger Klimaaktivisten hatte Ende August mit ihrem Hungerstreik begonnen. Ein Beteiligter musste zwischenzeitlich ins Krankenhaus eingeliefert werden, will den Hungerstreik aber trotzdem fortsetzen. Die Gruppe fordert ein öffentliches Gespräch mit den Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen vor der Bundestagswahl.

cne/fml

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