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Umwelthilfe bekräftigt Nein zum LNG-Terminal Wilhelmshaven

WILHELMSHAVEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Umwelthilfe hat das geplante Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven als "klimapolitischen Blindflug" bezeichnet. Die Auswirkungen der gesamten Anlage auf das Klima seien nicht geprüft worden. Es fehlten immer noch Daten und Fakten, die zeigten, ob das Terminal überhaupt benötigt wird - und wenn ja, wie lange und in welchem Umfang, kritisierte der Umwelt- und Verbraucherschutzverband am Freitag. Die DUH habe Einsicht in die Planungsakten erhalten, wodurch die Sorgen nur bestätigt worden seien.

In Wilhelmshaven laufen bereits die Bauarbeiten für das LNG-Terminal. Die Genehmigungsverfahren sollen massiv beschleunigt und das Terminal schon Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Damit reagieren Bundes- und Landesregierung im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine auf die knapper werdenden Gaslieferungen aus Russland. "So wichtig Energiesicherheit unbestritten ist: Wir dürfen sie nicht gegen die Klimakrise ausspielen", warnte DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Das Projekt sei ein "klimapolitischer Blindflug".

Die Auswirkungen des Terminals auf das globale Klima müssten dringend geprüft und die Vereinbarkeit mit dem deutschen Klimaschutzgesetz sichergestellt werden, hieß es weiter. Der DUH hält auch die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns für problematisch. So werde das Projekt unzulässig in verschiedene Einzelteile aufgespalten und so eine Umweltverträglichkeitsprüfung umgangen. Bundesumweltminister Robert Habeck (Grüne), der beim ersten Rammschlag in Wilhelmshaven am 5. Mai dabei war, und die niedersächsische Landesregierung stehen hinter dem Projekt.

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