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Umsatz des Handwerks geht wegen Corona-Krise um gut 50 Prozent zurück

Geschlossener Friseursalon in Ludwigsburg

Der Umsatz der Handwerksbetriebe in Deutschland ist wegen der Corona-Pandemie im Schnitt um gut 50 Prozent eingebrochen. In einer Umfrage des Zentralverbands ZDH unter 4900 Unternehmen diese Woche gaben 77 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge an, 55 Prozent berichteten von stornierten Aufträgen und 36 Prozent von fehlendem Personal, weil etwa Beschäftigte wegen eigener Quarantäne oder fehlender Kinderbetreuung nicht zur Arbeit erscheinen können.

"Die Corona-Krise hat das Handwerk mit voller Wucht und in der ganzen Breite getroffen", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem "Handelsblatt" vom Freitag. Ohne staatliche Überbrückungshilfen stünden zahlreiche Betriebe vor dem Aus. In der Umfrage gaben laut Zeitung 16 Prozent der Befragten an, dass ihr Betrieb wegen behördlicher Vorgaben geschlossen wurde. Die Quote der stornierten Aufträge liege bei 45 Prozent. 58 Prozent der Betriebe planen den Angaben zufolge Kurzarbeit. Für elf Prozent ist die Kündigung von Mitarbeitern vorstellbar und für 18 Prozent die vorübergehende Schließung des eigenen Betriebs.