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Was Sie zum Umgang mit Falschgeld wissen müssen

Berlin (dpa) - Die Falschgeldzahlen in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2022 auf den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren gesunken. Polizei, Handel und Banken zogen 19 789 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr, wie die Deutsche Bundesbankmitteilte. Das waren fast 3,9 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2021 und der niedrigste Wert seit dem zweiten Halbjahr 2013 mit damals 19 350 Blüten.

Der finanzielle Schaden stieg jedoch gegen den Trend der vergangenen Jahre im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 um rund 11 Prozent auf 991 690 Euro. Das lag nach Angaben der Bundesbank vor allem daran, dass vermehrt größere Stückelungen wie gefälschte Hunderter und Zweihunderter aus dem Verkehr gezogen wurden.

Am beliebsten bei Fälschern sind aber weiterhin die 20- und 50-Euro-Banknoten, auf die zusammen 77 Prozent der Blüten entfallen.

Kriminelle setzen seit geraumer Zeit vermehrt auf nachgemachte Geldscheine, die im Internet unter den Begriffen «Movie Money» oder «Prop copy» als Spielgeld oder Filmrequisite angeboten werden. Der Anteil von «Movie Money» an den in Deutschland sichergestellten Blüten verringerte sich im ersten Halbjahr 2022 leicht. Er ist aber mit gut 20 Prozent immer noch vergleichsweise hoch. «Diese Banknoten kann man schon durch bloßes Hinschauen als Fälschung erkennen», sagte Beermann. Auf der Vorderseite solcher Scheine steht «Movie Money», auf der Rückseite «Prop copy».

Gefälschte Scheine unbedingt der Polizei melden

Wenn Verbraucherinnen und Verbrauchern Falschgeld in die Hände gerät, sollten sie die gefälschten Scheine oder Münzen bei der Polizei melden. Darauf macht der Bundesverband deutscher Banken aufmerksam.

Wer wissentlich mit Falschgeld bezahlt, macht sich nämlich strafbar. Grundsätzlich sei jeder selbst dafür verantwortlich, kein Falschgeld entgegenzunehmen. Falschgeld kann deshalb auch nicht bei der Bank oder der Polizei in echtes Geld umgetauscht werden.

Mit Falschgeld zu bezahlen, hat strafrechtliche Folgen

Ratsam ist, einen Geldschein bei Unsicherheit direkt zu prüfen, wenn man ihn entgegennimmt. Laut Bankenverband kann schon die Annahme, aber vor allem die Weitergabe von Falschgeld strafrechtliche Folgen haben.

Wurde versehentlich mit Falschgeld bezahlt, müssten laut Bankenverband zunächst die Behörden nachweisen, dass die Tat vorsätzlich begangen wurde. Wenn das Gericht dann ebenfalls zu der Auffassung gelangt, dass vorsätzliches Handeln vorliegt, kann es ebenfalls eine entsprechende Strafe verhängen.

Wer Falschgeld erkennen will, sollte sich die Sicherheitsmerkmale auf modernen Euro-Noten einprägen. Sie würden die Erkennung von Falschgeld schnell und unkompliziert ermöglichen. Ausführliche Infos finden Interessierte auf der Webseite des Bankenverbands.

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