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Umfrage: Deutsche bei Kampfpanzer-Lieferungen unentschieden

BERLIN (dpa-AFX) -Die deutsche Bevölkerung ist sich bei der Frage nach Lieferungen von Kampfpanzern vom Typ Leopard an die Ukraine uneinig. Wie eine Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Focus" am Freitag ergab, seien 40 Prozent der Befragten dafür, die Kampfpanzer zu liefern. Eine ebenso große Gruppe (40 Prozent) lehnt die Lieferungen hingegen ab. 20 Prozent seien unentschlossen oder machten keine Angaben.

Bei den Anhängern der Grünen ist die Zustimmung mit 55 Prozent am höchsten - bei den Wählern der SPD sprechen sich 54 Prozent für eine Lieferung des Leopard 2 aus. Die Ablehnung zu Aushändigungen von deutschen Kampfpanzern ist hingegen bei Wählern der AfD (96 Prozent) und der Linken (91 Prozent) am größten.

Polen hatte sich am Mittwoch bereit erklärt, zusammen mit Bündnispartnern Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 in die Ukraine zu liefern. Deutschland hat der Ukraine bisher nur die leichteren und weniger schlagkräftigen Schützenpanzer vom Typ Marder zugesichert. Deutschland spielt in der Debatte eine Schlüsselrolle, weil die Panzer in Deutschland entwickelt wurden. In der Regel muss die Weitergabe von Rüstungsgütern aus deutscher Produktion an Dritte genehmigt werden.