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Umfrage: Ansehen der Wissenschaft in Corona-Krise gestiegen

Im Zuge der Corona-Krise ist das Ansehen der Wissenschaft und der Forschung in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge deutlich gestiegen. Nach Ärzten und Richtern werde nun Wissenschaftlern das größte Vertrauen entgegengebracht, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf die Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Auch das Misstrauen gegenüber Experten sei gesunken.

Während Ärzte und Richter schon bei einer zurückliegenden Befragung vor fünf Jahren die ersten beiden Plätze belegten, stieg das Vertrauen in die Aussagen von Wissenschaftlern von 30 auf 43 Prozent an.

Laut der Umfrage bedeutet das aber nicht, dass die Bürger Wissenschaftlern wichtige Entscheidungen überlassen wollen. 55 Prozent der Befragten finden, deren Meinung solle nur eine von vielen sein, die Politiker berücksichtigen sollten.

Zudem sank erstmals das Misstrauen in Expertenmeinungen. Der Aussage, dass Experten nicht unabhängig und ihre Urteile dementsprechend nicht verlässlich seien, stimmten nur 37 Prozent der Umfrageteilnehmer zu. Vor fünf Jahren waren es noch 61 Prozent.