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Ukraine-Krieg: Die von Russland besetzten Gebiete Lugansk und Donezk setzten Beitrittsreferenden an

In der Stadt Rubischne der ukrainischen Region Lugansk werden Menschen exhumiert, die während des ukrainisch-russischen Krieges gestorben sind. Nun soll in der Region darüber abgestimmt werden, Russland beizutreten. - Copyright: Stringer / Anadolu Agency
In der Stadt Rubischne der ukrainischen Region Lugansk werden Menschen exhumiert, die während des ukrainisch-russischen Krieges gestorben sind. Nun soll in der Region darüber abgestimmt werden, Russland beizutreten. - Copyright: Stringer / Anadolu Agency

Die Ukrainer haben nach eigenen Angaben knapp 6000 Quadratkilometer Land in wenigen Tagen erfolgreich zurückerobert. Nun folgt die Vergeltung aus Russland. Die Separatistenführung in den umkämpften Regionen Lugansk und Donezk in der Ostukraine haben ein umstrittenes Referendum für den Beitritt zu Russland angesetzt.

Die Abstimmungen werden vom 23. bis 27. September abgehalten, sagte der Chef des Separatistenparlaments, Denis Miroschnitschenko, am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Auch die selbsternannte Volksrepublik Donezk hat ein Referendum für den Beitritt zu Russland angesetzt. Das teilte deren Volksversammlung am Dienstag mit. Die zeitgleichen Referenden gelten als Reaktion auf die aktuelle ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes.

Donezk und Lugansk sind Teil der weitgehend russischsprachigen Region im Südosten der Ukraine. Nach dem Sturz des prorussischen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch im Jahr 2014 haben von Russland unterstützte Separatisten die Kontrolle über ein Drittel der Gebiete um Donezk und Lugansk übernommen. Daraufhin haben sich die Gebietsführer zu sogenannten Volksrepubliken ausgerufen – Russland ist das einzige Land, das diese auch anerkennt.

DPA / cri