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Uhren-Startup Chronext peilt Börsengang an

·Lesedauer: 1 Min.
In seinem Onlineshop bietet Chronext über 7.000 Luxusuhren an.
In seinem Onlineshop bietet Chronext über 7.000 Luxusuhren an.

Der Schweizer Luxusuhren-Händler Chronext bereitet Insidern zufolge einen Börsengang vor. Die Transaktion dürfte im September an der Schweizer Börse über die Bühne gehen, wie mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Bei günstigen Marktbedingungen könnte der IPO aber auf Juli vorgezogen werden. Das Unternehmen, das über eine Online-Plattform gebrauchte und neue Uhren von Marken wie Rolex, Omega, Breitling oder Patek Philippe verkauft, könnte den Experten zufolge auf einen Wert von bis zu einer Milliarde Euro kommen.

Chronext erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Im Kernmarkt Deutschland wuchs das Geschäft dabei um 25 Prozent. Bei der Bewertung orientierten sich die Anleger an dem für 2022 und 2023 erwarteten Umsatz, erklärten die Insider. Wenn das gegenwärtige Wachstumstempo anhalte, könnte der Umsatz im Jahr 2023 die Schwelle von 200 Millionen Euro übertreffen, sagte eine der Personen.

Cash für deutsche Tengelmann Ventures

Die 2013 gegründete Firma von Philipp Man und Ludwig Wurlitzer beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Zu den größeren Konkurrenten gehören die Richemont-Tochter Watchfinder sowie Chrono24, die Insidern zufolge ebenfalls einen Börsengang ins Visier nimmt. Der Luxusmode-Onlinehändler Farfetch, an dem Richemont ebenfalls beteiligt ist, wird an der Börse etwa mit dem fünffachen des Umsatzes bewertet.

An Chronext halten neben den Gründern auch Finanzinvestoren wie Slingshot Ventures, Tengelmann Ventures und Octopus Ventures sowie die Förderbank NRW.Bank Anteile. Mit der Organisation des Börsengangs sind unter anderem UBS und Bank of America beauftragt worden. Zudem fungiert Evercore als sogenannter IPO-Berater.

Chronext und die Banken wollten sich auf Reuters-Nachfrage nicht äußern.

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