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UBS wird Strafzins-Strategie womöglich ausdehnen: Kreise

Marion Halftermeyer und Patrick Winters

(Bloomberg) -- Angesichts der Belastungen durch die Strafzins-Politik der Notenbanken erwägt die UBS Group AG informierten Kreisen zufolge, negative Zinsen an eine größere Gruppe von Kunden weiterzureichen. Waren bislang nur Klienten mit Einlagen von zwei Millionen Franken und mehr betroffen, könnte diese Schwelle nun offenbar gesenkt werden.

Der bisherige Schwellwert entspricht dem des Zürcher Wettbewerbers Credit Suisse Group AG, ist im Branchenvergleich aber relativ hoch. Die Schweizerische PostFinance AG verlangt bei Einlagen von mehr als 250.000 Franken Strafzinsen. Einige Retailbanken in Deutschland bitten Kunden sogar schon ab mehr als 100.000 Euro zur Kasse.

Die UBS ließ per E-Mail wissen, sie beabsichtige weiterhin nicht, Negativzinsen an Kleinsparer oder Kleinunternehmen weiterzugeben. Die aktuellen Entwicklungen würden von der Bank indessen genau verfolgt. Kunden werde generell geraten, Alternativen zu Bankguthaben ins Auge zu fassen, hieß es.

UBS-Finanzchef Kirt Gardner hatte Analysten im Januar in einer Telefonkonferenz gesagt, die Bank erwäge Gebühren für Einlagenkunden, die diese Veränderungen nicht vornehmen wollten. An Details werde gearbeitet und mit einer Ankündigung sei im ersten Quartal zu rechnen.

Die Banken der Eidgenossenschaft bekommen sowohl den Negativzins von 0,75% der Schweizerischen Nationalbank zu spüren als auch den Einlagensatz der Europäische Zentralbank, der gegenwärtig bei minus 0,5% liegt. Die resultieren Belastungen an die Kunden weiterzugeben, ist allerdings heikel.

Im Januar musste die UBS ihr Ziel für die Netto-Mittelzuflüsse aufgeben. Wichtigster Grund dafür waren Negativzinsen. Der derzeitige Kursrutsch an den internationalen Börsen dürfte es derweil nicht leichter gemacht haben, Kunden zu Umschichtungen ihrer Barbestände an die Finanzmärkte zu motivieren.

Überschrift des Artikels im Original:UBS Considers Passing Negative Rates to a Wider Group of Clients

--Mit Hilfe von Nicholas Comfort.

Kontakt Reporter: Marion Halftermeyer in Zurich mhalftermeye@bloomberg.net;Patrick Winters in Zurich pwinters3@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Dale Crofts dcrofts@bloomberg.net, Ross Larsen

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