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Twitter startet neues Bezahlmodell

Die Anfangstage sollen ein Probelauf für das neue Bezahlmodell sein, nachdem der erste Versuch im Chaos endete.  - Copyright: Chesnot/Getty Images
Die Anfangstage sollen ein Probelauf für das neue Bezahlmodell sein, nachdem der erste Versuch im Chaos endete. - Copyright: Chesnot/Getty Images

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Twitter startet diese Woche nun den zweiten Versuch seines Bezahl-Abonnements. Der Kurznachrichtendienst will – nachdem die erste Verifizierung im Chaos endete – künftig blaue, graue und goldene Häkchen verteilen. Die Anfangstage sind zunächst ein Probelauf: Einzelpersonen sollen mit einem blauen Häkchen verifiziert werden, Unternehmen mit einem goldenen Haken. Die Farbe Grau will Musk für „Regierungs-Accounts“ reservieren. Ob das neue Angebot nach wie vor universell acht US-Dollar kostet, ist bisher nicht bekannt.

Am Wochenende berichtete der US-Sender CNBC zudem, dass „Twitter 2.0“ möglicherweise gegen die Regeln von Apple oder Google verstößt. Im schlimmsten Fall könnte dies dazu führen, dass Twitter aus den App-Stores gebootet wird. Tatsächlich brauen sich bereits Spannungen zusammen: So beschwerte sich Twitter-Eigentümer Elon Musk in einem Tweet über App-Store-Gebühren, die Google und Apple Unternehmen wie Twitter in Rechnung stellen. Diese seien zu hoch und „eine versteckte 30-Prozent-Steuer im Internet“. In einem Folgebeitrag markierte er die Kartellabteilung des Justizministeriums, die Berichten zufolge die App-Store-Regeln untersucht. [Mehr bei Handelsblatt, Wall Street Journal, The Guardian und CNBC]

Auf Gründerszene: Seit Wochen teilen die Verkehrsblockaden junger Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ Deutschland in zwei Lager. Dabei sind die Proteste hilfreich für die Mobilitätswende, wie unser Mobility-Experte Don Dahlmann in seiner neuen Kolumne schreibt. Es legt nämlich ein massives Problem der Verwaltungen offen. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Rückschläge: Tesla muss etwa 80.000 Autos in China zurück in die Werkstätten holen. Der Rückruf betrifft Model S- und Model X-Fahrzeuge mit Softwareproblemen und Model-3-Fahrzeuge mit Sicherheitsgurtproblemen. Amazon macht sein Lebensmittelliefergeschäft in Indien noch vor Ende des Jahres dicht. Der US-amerikanische E-Commerce-Konzern hatte über drei Jahre hinweg versucht, sich in dem Land zu etablieren. Zudem schlug Walmart Amazon bei der Suche nach Schnäppchen beim Verkaufsevent Black Friday. [Mehr bei Wall Street Journal, CNBC und Techcrunch]

Binance und Crosstower wollen neue Angebote für den digitalen Währungskreditgeber Voyager Digital abgeben. Letzterer sollte von FTX übernommen werden. Doch mit der Insolvenz der Krypto-Börse ist auch das Angebot für Voyager hinfällig geworden. Die Krypto-Plattformen Binance und Crosstower wollen nun aber wohl einspringen, um den Fortbestand der Firma zu sichern. Binance hat zudem einen Ein-Milliarden-US-Dollar-Fonds eingerichtet, der darauf abzielt, angeschlagene Unternehmen in der Branche zu unterstützen. [Mehr bei CNBC]

Yandex will sich neu aufstellen: Der russische Internetkonzern und Google-Konkurrent, dessen Muttergesellschaft in den Niederlanden sitzt, will die Verbindungen zur russischen Einheit kappen, um neue Projekte in den Bereichen Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren zu schützen. Der Internetbrowser, die Lebensmittellieferung und die Fahrdienst-Apps würden verkauft werden. Da ein solcher Verkauf und der Transfer von Technologien aus Russland hinaus die Zustimmung des Kremls wie auch der Aktionäre erfordert, ist die Umsetzung des Plans auf eher wackeligen Beinen. [Mehr bei Handelsblatt und New York Times]

Meituan, Chinas größte App für Essenslieferungen, hat für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg von 28 Prozent auf 8,73 Milliarden US-Dollar gemeldet. Die Nachfrage nach Lieferungen von Mahlzeiten und Lebensmitteln war im Quartal stark gestiegen, da Chinas strenge Covid-19-Beschränkungen viele Verbraucher dazu zwangen, mehr Zeit zu Hause zu verbringen. Damit ist Meituan einer der wenigen Gewinner der Covid-Lockdowns, die dem Rest der schwächelnden Wirtschaft des Landes einen schweren Schlag versetzt haben. Der Umsatz von Tencent für das Quartal bis September ging um sieben Prozent zurück, während die Erlöse von Alibaba nur um drei Prozent stiegen und damit die Erwartungen der Analysten verfehlten. [Mehr bei Bloomberg und The Information]

Huawei und ZTE, zwei Techfirmen aus China, mussten übers Wochenende einen herben Schlag hinnehmen: Der Import und Verkauf von Telekommunikations- und Überwachungstechnik der chinesischen Hersteller wird in den USA weitgehend verboten. Grund: ein Risiko für die nationale Sicherheit. Auch die Smartphones der Firmen sind von dem Bann betroffen. [Mehr bei The Guardian]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Neben seiner Fußballkarriere ist Mario Götze Investor. 15 deutsche Startups hat der Weltmeister bislang unterstützt, eins wurde gar verkauft. In welchen Firmen das Vermögen des Profi-Fußballers steckt, lest ihr in unserem Portfolio-Check. [Mehr bei Gründerszene+]

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Einen guten Start in die Woche!

Eure Gründerszene-Redaktion