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Twitter ausgetrickst: Konto von US-Autor Cormac McCarthy ist eine Fälschung

·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Seit Jahren ist Cormac McCarthy angeblich auf Twitter. Doch das Konto ist "definitiv" eine Fälschung, wie die Agentur des US-Autors erklärt.

Cormac McCarthy im November 2009 bei der Premiere von
Cormac McCarthy im November 2009 bei der Premiere von "The Road", der Verfilmung seines gleichnamigen Romans (Bild: Jim Spellman/WireImage)

Viele Fans werden sich gefreut haben, dass Cormac McCarthy auf Twitter ist. Zumal der US-Schriftsteller auf der Plattform aktiv ist, hin und wieder schickt er Nachrichten in den Internet-Äther. Ein Rest Zweifel blieb jedoch, denn das Konto war nie verifiziert. Zwar hatte Twitter dessen Echtheit zwischenzeitlich beglaubigt, letztlich sollten doch die Skeptiker Recht behalten. "Cormac McCarthy" ist tatsächlich eine Fälschung, wie dies die Agentur des Autors bestätigt hat.

Twitter-Account hat fast 50.000 Follower

Seit September 2018 ist der gefeierte Autor angeblich auf Twitter, wo er fast 50.000 Follower hat. Regelmäßig teilt er auf der Plattform seine Gedanken mit der Internetgemeinde. Am 31. Juli schrieb er zum Beispiel: "Mein Agent macht mir ständig Vorwürfe, dass ich so selten diese verdammte Webseite nutze". Den Beitrag schließt er mit der ironischen Bemerkung ab: "Hier, ich hab einen Tweet geschrieben, bist du jetzt glücklich, Terry?"

Dass das Konto dem echten Cormac McCarthy gehört, bekamen die Follower des "Die Straße"-Autors am Montag bestätigt. Nach einem Bericht des Magazins Mashable war der Account "für eine kurze Zeit" verifiziert. Das Gütesiegel aus einem weißen Häkchen auf einem blauen Wappen bekommen Personen "von öffentlichem Interesse" verliehen, so Twitter, nachdem diese ihre Identität nachgewiesen haben. Das konnte die Person, unter deren Kontrolle das McCarthy-Konto steht, offenbar nicht tun.

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Dass es sich um ein gefälschtes Konto handelt, hat die Agentur des Schriftstellers bestätigt. Das sei "definitiv kein echter Account von Cormac McCarthy", heißt es in der Stellungnahme eines Agentur-Mitarbeiters nach Anfrage von Mashable. Heikel an der Sache ist neben der Tatsache, dass es dem Fälscher wie auch immer gelungen war, Twitter auszutricksen, auch das: Das Gütesiegel hat das Konto verloren, nachdem Mashable auch die Plattform-Betreiber um Auskunft gebeten hatte. Eine Antwort erhielt das Magazin nicht, dafür entfernten die Verantwortlichen bald das Häkchen hinter dem Profilnamen.

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