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Twitter-Fake: Münster Stadtwerke haben Corona-Demonstrierende nicht als Deppen bezeichnet

Johannes Giesler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Auf Twitter hat sich kurzzeitig das Foto einer Anzeigetafel der Stadtwerke Münster verbreitet. Angeblich stand da als Grund für Ausfälle: "Deppen". Doch dabei handelte es sich um eine Bildmanipulation.

People hand holding handle on the bus
Bus und Bahn wurden in Münster aufgrund einer Demonstration umgeleitet. So stand es auch auf den Anzeigetafeln. Foto: Symbolbild / Gettyimages

Am Sonntag haben in Münster 35 Menschen in 23 Fahrzeugen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert – erwartet wurden laut Westfälischen Nachrichten mehr als doppelt so viele. Besonders auffällig: Höchstens die Hälfte der Fahrzeuge wies ein Münsteraner Kennzeichen auf, die anderen stammten aus ganz Nordrhein-Westfalen. Auch eine Gegendemonstration gab es: Das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" versammelte rund 200 Protestierende.

Deep Fakes: Neue Gesichter wie am Fließband

Das spiegelt auch ganz grob die Stimmung in der Gesellschaft wider. Laut einer aktuellen Umfrage des Polit-Barometers halten die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen 31 Prozent aller Befragten für richtig, 36 Prozent sprechen sich sogar für strengere Maßnahmen aus, 26 Prozent wollen Lockerungen.

Keine Nachrichten wert

Dennoch: Die ganze Aktion wäre wohl kaum über die Regionalnachrichten hinausgekommen, hätte sie nicht auf Twitter ein Nachspiel gehabt: Denn aufgrund der Demo mussten die Linienbusse der Stadt umgeleitet werden. Angeblich haben die verantwortlichen Stadtwerke Münster die folgende Ursache auf die örtlichen Anzeigetafeln geschrieben: "Haltestelle außer Betrieb. Grund: Deppen."

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Der Tweet wurde schnell tausendfach geteilt, gelikt und kommentiert. Das reichte von: "Münster beste Stadt" bis hin zu "Wie asozial ist das denn?".

Dabei war die ganze Aufregung und Polarisierung, wie regelmäßig auf Twitter, bei genauerem Hinsehen grundlos. Denn es handelte sich um eine Bildmanipulation, wie die Stadtwerke Münster zwischenzeitlich selbst mitteilten.

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In Wirklichkeit stand auf den Anzeigetafeln: "Grund: Demo". Also hatte alles seine Ordnung und niemand wurde verunglimpft. Doch das Ganze zeigt, wie schnell Fakes in sozialen Netzwerken hochkochen und sich verbreiten können.

Verkehrsbetriebe sind durchaus witzig

Auch wenn das hier der Fall gewesen ist, beweisen Verkehrsbetriebe doch regelmäßig, wie unterhaltsam sie online sein können – vor allem in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Allen voran natürlich die BVG:

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Oder:

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Und:

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Aber auch andere zeigen immer wieder schlagfertige Reaktionen und unterhaltsame Aktionen, wie die Bahn:

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Manchmal sogar in Mundart, wie es die Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe zeigen:

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VIDEO: Birdwatch: Twitter will Fake News den Kampf ansagen