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Twitter-Chef Jack Dorsey tritt ab

·Lesedauer: 3 Min.
Dorsey ist nach wie vor CEO des digitalen Zahlungsunternehmens Square.
Dorsey ist nach wie vor CEO des digitalen Zahlungsunternehmens Square.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Twitter-Chef Jack Dorsey war vielen Investoren ein Dorn im Auge. Nun ist der umstrittene CEO und Mitgründer des Kurznachrichtendienstes zurückgetreten. Die Twitter-Aktien legten nach der Bekanntgabe von Dorseys Abgang zunächst über elf Prozent zu, bevor der Handel mit Twitter-Aktien zwischenzeitlich ausgesetzt wurde.

Die Chefposition soll ab sofort Technikchef Parag Agrawal halten. Dorsey selbst will aber bis zur Hauptversammlung im neuen Jahr Mitglied im Vorstand der sozialen Plattform bleiben. Dorsey hatte immer wieder für Unruhe in der Firma gesorgt. Kurz vor der Pandemie wollte er zum Missfallen vieler Investoren ein halbes Jahr nach Afrika umsiedeln – doch der Ausbruch des Coronavirus ließ ihn die Pläne „neu bewerten“, wie er damals sagte. Einige Insider glauben, dass er sich in Zukunft mehr mit Kryptowährungen beschäftigen will. [Mehr bei Wall Street Journal, CNBC und Handelsblatt]

Auf Gründerszene hört ihr heute in unserem Podcast „So geht Startup“ von Mathis Büchi, bis vor Kurzem nicht nur Gründer, sondern auch CEO des Steuersoftware-Startups Taxfix. Im Interview berichtet er uns, warum er seinen Job an den Nagel hing und sich auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger machte. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Meta (früher Facebook) könnte mit der Übernahme der GIF-Datenbank-Website Giphy scheitern, da die britische Wettbewerbsbehörde sich vermutlich formell dagegen aussprechen wird. Dies berichtet zumindest die „Financial Times“. Meta hat den 400-Millionen-US-Dollar-Deal abgeschlossen, Giphy jedoch während der Ermittlungen noch nicht integriert. [Mehr bei Financial Times]

Ebay investiert weiter in sein Sneaker-Geschäft und übernimmt das Authentifizierungsgeschäft von Sneaker Con Digital. Dieses überprüft die Echtheit hochwertiger Schuhe. Das Unternehmen ist in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Deutschland tätig und hatte zuvor mit Ebay zusammengearbeitet, um die auf der Plattform gekauften und verkauften Sneaker zu überprüfen. Sneaker sind zu einer großen Kategorie auf dem Ebay-Marktplatz geworden, wo täglich rund 1,9 Millionen Paare zum Kauf angeboten werden. [Mehr bei Techcrunch]

Tesla hat in seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin erstmals die Produktion getestet. Laut eines Berichts des „Handelsblatts“ sind bereits mehrere Elektroautos produziert worden. Diese stehen aber nicht zum Verkauf – es handelt sich rein um eine begrenzte Anzahl von Testkarossen. Der offizielle Testlauf in der Autofabrik hat deswegen aber noch nicht begonnen. [Mehr bei Handelsblatt]

Chegg, die an der New Yorker Börse notierte Lernplattform für Studenten, kauft Busuu. Busuu ist ein 2008 gegründetes Online-Sprachlern-Startup, dessen Zentrale in London sitzt. Bei dem Deal sollen laut „Techcrunch“ 385 Millionen Euro in einer reinen Bartransaktion geflossen sein. Busuu bietet über 500.000 zahlenden Abonnenten Kurse in zwölf verschiedenen Sprachen an. [Mehr bei Techcrunch]

Hashicorp hat am Montag seinen IPO-Prospekt aktualisiert. Der angepeilte Aktienpreis bewertet den Cloud-Softwareanbieter mit bis zu 13 Milliarden US-Dollar. Hashicorp, das zuletzt im Jahr 2020 auf dem Privatmarkt mit 5,1 Milliarden Dollar bewertet wurde, könnte von einem boomenden IPO-Markt für wachstumsstarke Softwareunternehmen profitieren. Das in San Francisco ansässige Unternehmen unterstützt Entwickler bei der Verwaltung ihrer Cloud-Infrastruktur in den großen öffentlichen Clouds, die von Amazon, Microsoft und Google betrieben werden. [Mehr bei CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Trotz Millionen Downloads droht der Codecheck-App das Aus. Die App prüft Lebensmittel und Kosmetika auf Inhaltsstoffe und ist deswegen für viele Menschen zum täglichen Begleiter im Supermarkt geworden. Doch damit könnte bald Schluss sein. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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