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Twitter ändert Regeln zu Umgang mit von Hackern erbeuteten Inhalten

·Lesedauer: 2 Min.
Twitter-Logo
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Nach dem Wirbel um blockierte Zeitungsartikel über den US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden hat der Kurzbotschaftendienst Twitter seine Regeln zum Umgang mit gehackten Inhalten geändert. Die Online-Plattform gab am Donnerstagabend (Ortszeit) bekannt, dass künftig nur noch Inhalte blockiert würden, die von den Hackern selbst oder ihren Verbündeten veröffentlicht worden seien. Alle anderen Tweets würden mit einem Hinweis versehen, anstelle Internetlinks zu blockieren.

Twitter hatte 2018 Regeln zum Umgang mit Inhalten erstellt, die bei Hackerangriffen erbeutet wurden. "Wir haben versucht, das richtige Gleichgewicht zwischen der Privatsphäre der Menschen und dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu finden", erklärte Twitter-Managerin Vijaya Gadde am Donnerstagabend. "Aber wir können das besser machen." Die Regeln seien nun geändert worden, um mögliche "ungewollte Auswirkungen" auf Journalisten und Whistleblower zu vermeiden.

Twitter hatte am Mittwoch einen Artikel der konservativen Boulevardzeitungen "New York Post" mit angeblichen Enthüllungen über den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Biden und seinen Sohn Hunter blockiert. Laut der Zeitung sollen E-Mails frühere korrupte Machenschaften der Bidens in der Ukraine belegen. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump warfen Twitter in der Folge "Zensur" vor und kündigten an, Twitter-Chef Jack Dorsey im Senat vorzuladen.

Der weniger als drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl veröffentlichte "New York Post"-Bericht stieß umgehend auf große Skepsis. Die Echtheit der E-Mails konnte nicht verifiziert werden. Fragen warf auch auf, wie die "New York Post" an die E-Mails gekommen sein will.

Große Online-Plattformen wie Twitter und Facebook stehen vor der US-Präsidentschaftswahl unter massivem Druck, gegen Wählermanipulation und Falschinformationen vorzugehen. Beobachter fürchten außerdem, dass von Hackern erbeutetes Material verbreitet werden könnte, um den Ausgang der Wahl zu beeinflussen.

Vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 waren mutmaßlich von russischen Hackern erbeutete E-Mails der Demokratischen Partei veröffentlicht worden. Das schadete der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton, die später die Wahl gegen Trump verlor. Die US-Behörden werfen Russland vor, sich damals zugunsten Trumps in die Wahl eingemischt zu haben - und in diesem Jahr Trumps Herausforderer Biden schaden zu wollen.

fs/cp