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TV-Duell in Baden-Württemberg: Koalitionspartner im Angriffsmodus

·Lesedauer: 2 Min.

STUTTGART (dpa-AFX) - Es war beim ersten Fernsehduell in Baden-Württemberg ein wenig wie im gesamten Wahlkampf: Kurz vor Schluss lag der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann deutlich vorn. Der grüne Balken am Bildschirm des SWR zeigte eine Redezeit des Grünen von 26.45 Minuten, seine Kontrahentin Susanne Eisenmann (CDU) kam nur auf 24.27 Minuten. Ein Nachteil für die Herausforderin bei diesem Wahlkampf-Rededuell - auch wenn es ein Stück weit daran liegen kann, dass Eisenmann einfach deutlich schneller redet. "Damit kann ich leben", gibt sich die CDU-Frau gelassen. Aber sie steht unter Druck. Auch in den Umfragen liegt sie zwei Wochen vor der Wahl am 14. März hinter dem grünen Regierungschef.

Es wird erst gegen Ende des Duells auch mal ruppiger, als es um die Verkehrspolitik geht, die Landwirte und ein vermeintliches Verbot von Einfamilienhäusern. Es fehle insbesondere beim Umgang mit der Automobilindustrie eine echte Leitlinie, sagte etwa Eisenmann. "Eine Politik der ruhigen Hand ist gut, sie sollte dabei aber nicht einschlafen", monierte Eisenmann.

Aber so richtig scharf geschossen wird nur selten an diesem Abend. Die beiden sind immer noch Koalitionspartner - und könnten das auch nach dem 14. März bleiben. Bei dem Duell geht es vor allem um die Pandemie. Eisenmann pocht auf Öffnungen, Kretschmann gibt den Bremser. Der Ministerpräsident dämpft die Hoffnung auf umfassendere Lockerungen des Lockdowns kurz vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch - insbesondere bei den Schulen. Man dürfe nicht riskieren, mit zu schnellen Öffnungen in eine dritte Welle reinzurauschen, sagte er. Man habe jetzt bessere Masken, das Impfen gehe voran und es stünden mehr Schnelltests zur Verfügung. Es dürfe aber nicht soweit geöffnet werden, "dass wir wieder die Kontrolle über die Pandemie verlieren".

Kretschmann argumentierte, allein die Infrastruktur für massenhafte Tests könne man nicht von heute auf morgen auf die Beine stellen. Es sei nicht so einfach, etwa eine Million Schüler im Land zu testen. Die CDU-Spitzenkandidatin verwies darauf, dass die CDU schon länger auf eine Ausweitung der Teststrategie gedrungen habe.

Es geht in dem Duell auch um die schleppende Impfkampagne des Landes. Die könne in Struktur und Organisation noch deutlich besser werden, sagte Eisenmann. Das laufe jetzt richtig an, die Nachfrage nach dem Stoff des Herstellers Astrazeneca <GB0009895292> sei gestiegen, entgegnet Kretschmann.