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Neue Betriebsvereinbarung für mobiles Arbeiten bei Tui

·Lesedauer: 2 Min.
«Es wird Absprachen innerhalb von Teams geben, wann Präsenz im Büro notwendig ist»: Konzernchef Fritz Joussen.
«Es wird Absprachen innerhalb von Teams geben, wann Präsenz im Büro notwendig ist»: Konzernchef Fritz Joussen.

Mitarbeiter des Konzerns Tui in Deutschland können künftig ihren Arbeitsort frei wählen. Betriebsrat und Management beschlossen dazu gemeinsame Rahmenrichtlinien

Hannover (dpa) - Bei Tui regelt eine neue Betriebsvereinbarung die Rechte und Pflichten der Beschäftigten bei mobiler Arbeit und flexiblen Einsätzen außerhalb der Konzernbüros.

Betriebsrat und Management beschlossen dazu gemeinsame Rahmenrichtlinien, wie es aus der Mitarbeitervertretung hieß. So sollen Kolleginnen und Kollegen in Deutschland ihren Arbeitsort künftig frei wählen können. Tui übernimmt zudem die technische Ausstattung. Es gehe um eine möglichst breite Zulassung «hybrider Arbeitsformen», bei denen sich dezentrale Tätigkeiten und persönliche Treffen ergänzen.

«Viele Tui-Beschäftigte wünschen sich die Möglichkeit, ihren Arbeitsort selbstständig zu wählen und flexibel zu arbeiten», so Betriebsratschef Frank Jakobi. Die Vereinbarung sei «ein wichtiger Baustein auf dem Weg in eine moderne, digitale Arbeitswelt».

Konzernchef Fritz Joussen hatte ebenfalls Initiativen für flexiblere Arbeitsformen angekündigt, um «Motivation, Kreativität und Engagement» zu fördern. Dies soll Freiraum für eigenverantwortliche Entscheidungen schaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Er stellte kürzlich jedoch klar: «Es wird Absprachen innerhalb von Teams geben, wann Präsenz im Büro notwendig ist.»

Die zunehmende Ausrichtung auf hybrides Arbeiten spiegelt sich in dem geplanten neuen Konzernsitz in Hannover wider. Das Unternehmen hatte Ende Mai erklärt, viele Büros aus verschiedenen Einheiten rund um einen «Tui-Campus» am alten Tui-Deutschland-Sitz zusammenlegen zu wollen. Dabei entstehen offene Arbeitsflächen und Gemeinschaftszonen.

Die Veränderungen hängen mit den Homeoffice-Erfahrungen aus der
Corona-Zeit zusammen - entsprechende Überlegungen für mehr mobile
Arbeit habe es aber auch schon davor gegeben, sagte Joussen. Es sei
klar, «dass wir deutlich weniger Büroflächen benötigen werden». So
lasse sich eine mittelgroße zweistellige Millionensumme einsparen.

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