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TUI-Aktie: Kopflos

Die TUI-Aktie (WKN: TUAG00) steht mal wieder Kopf. Oder ist kopfloser. Gemeint ist nicht das moderate Minus in einem insgesamt doch eher freundlichen Gesamtmarkt. Nein, sondern eine wichtige Personalie, die für Investoren definitiv interessant ist.

Der CEO hinter der TUI-Aktie verlässt jetzt das Schiff. Ob der Zeitpunkt oder schlecht ist, ob frischer Wind jetzt das richtige Merkmal ist? Interessant. Hier einige Details und Überlegungen.

TUI-Aktie: CEO Joussen tritt zurück

Zum Ende der Woche also noch die große Schlagzeile: Der CEO hinter der TUI-Aktie tritt zurück. Fritz Joussen wird ab dem 30. September dieses Jahres nicht mehr der Cheflenker des Reisekonzerns sein. Wobei er in den vergangenen ca. zweieinhalb Jahren sowieso eher der Krisenlenker gewesen ist.

Sein Nachfolger steht schon fest. Der bisherige CFO Sebastian Ebel rückt auf den Chefsessel nach. Für ihn übernimmt der bisherige Chef-Controller das Zepter hinter den Finanzen. Eigentlich alles so weit geklärt und so weit so gut. Aber trotzdem bleibt die Frage: Warum … und ist der Zeitpunkt vor allem einer, der in Ordnung ist?

Während wir das Warum mit Blick auf die TUI-Aktie nicht beantworten können und vielleicht auch nicht müssen, sind die Folgen relevanter. Für mich steht jedenfalls fest: Der Zeitpunkt ist nicht perfekt. Der Reisekonzern ist weiterhin in der Krise und in der Bewältigung der Corona-Maßnahmen. Aber um auch hier fair zu bleiben: Wann wäre er besser gewesen? In den vergangenen zweieinhalb Jahren nicht. Und auch mit Blick in die mittelfristige Zukunft nicht.

Jetzt dürfte zumindest der Sommer des Jahres 2022 und die Hauptreisesaison eine Möglichkeit zur Erholung sein. Das heißt, dass Fritz Joussen den Reisekonzern zumindest in die Richtung manövriert hat, dass ein Nachfolger einen Turnaround herausholen kann. Aber das wird eben auch kein Selbstläufer und für die Investoren scheint das ein Kernproblem zu sein: Vertrauen muss sich erst bilden.

Immerhin, der Finanz-Chef übernimmt!

Es hätte jedoch schlimmer kommen können. Schließlich übernimmt der bisherige Finanzchef der TUI-Aktie das Zepter, was bedeutet: Die Kompetenz bleibt erhalten. Zudem kann sich ein neuer Fokus auf die Finanzen ergeben. Auch das ist ein Vorteil. Der Wegfall der bisherigen Kompetenz wird daher unternehmensintern gelöst. Erfahrung und ein Gespür für den aktuellen Stand des Unternehmens ist damit wohl vorhanden.

Trotzdem verunsichert es die Investoren in Teilen zu Recht. Aber es ist für mich die beste Lösung in diesem Setting. Das können wir dem Management in der Situation zumindest positiv anrechnen.

Der Artikel TUI-Aktie: Kopflos ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.  

Motley Fool Deutschland 2022

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