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Trump tritt erstmals als Ex-Präsident bei Konferenz auf

ap
·Lesedauer: 2 Min.

Der ehemalige Präsident steht auf der Rednerliste einer Konferenz konservativer Aktivisten. Insidern zufolge plant er unter anderem eine Abrechnung mit seinem Nachfolger.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seinen ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus geplant. Seit Samstag steht Trump auf der Rednerliste der jährlichen Konferenz CPAC – einer Veranstaltung konservativer Aktivisten.

Er wolle dort am 28. Februar unter anderem über die Zukunft der Republikanischen Partei sprechen und seine Partei auf ihren Oppositionskurs einschwören. Das berichten unter anderem der Nachrichtensender CNN und die „New York Times“ unter Berufung auf Sprecher Ian Walters.

Trump plane auch eine Abrechnung mit der Politik seines demokratischen Nachfolgers Joe Biden, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Republikaner hatten zuletzt neben dem Präsidentenamt auch ihre Mehrheit im Senat verloren. Dennoch überstand Trump ein parlamentarisches Amtsenthebungsverfahren, das ihm den Zugang zu künftigen politischen Ämtern verwehrt hätte.

Die CPAP-Konferenz findet dieses Jahr in Orlando in Florida statt. Seit dem Ende seiner Präsidentschaft lebt Trump in dem Bundesstaat. Bei der Konferenz trifft er auf viele Verbündete: Als Redner angekündigt sind unter anderem der ehemalige Außenminister Mike Pompeo, der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, und die frühere Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders.

Trumps Verbindungen zu der Konferenz reichen lange zurück. Die Tagungen spielten eine Schlüsselrolle bei seinem Aufstieg zu einer bekannten politischen Figur. Seit seinem Abschied aus dem Weißen Haus und seinem Umzug nach Palm Beach in Florida hat sich Trump relativ wenig zu Wort gemeldet. Letzte Woche tauchte er aber für mehrere Telefoninterviews wieder auf, um den verstorbenen ultrakonservativen Radiomoderator Rush Limbaugh zu würdigen.

Seit der Abwahl Trumps entzweit die Republikanische Partei ein Richtungsstreit, den Trump aktiv befeuert. Zuletzt griff der 74-Jährige den Top-Republikaner im US-Senat, seinen einstigen Verbündeten Mitch McConnell, offen an.