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Ölpreis steigt nach Äußerungen Trumps zum Preiskrieg zwischen Riad und Moskau

Klassische Ölförderung in Kalifornien

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump im Ölstreit zwischen Saudi-Arabien und Russland haben den Ölpreis am Donnerstag wieder steigen lassen. Die Preise für die Rohölsorten Brent und WTI zogen zwischenzeitlich um rund zehn Prozent an. Dazu trug auch Chinas Plan bei, die staatlichen Ölreserven in der Krise mit günstigem Öl aufzufüllen.

Trump sagte während einer Pressekonferenz in Washington am Mittwoch, er erwarte eine Einigung der rivalisierenden und weltweit größten Ölfördernationen Saudi-Arabien und Russland in ihrem derzeitigen Preiskrieg. Die Streitigkeiten und die geringe Nachfrage wegen der Corona-Pandemie haben den Ölpreis zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren fallen lassen.

Trump äußerte sich alarmiert über die Auswirkungen der Öl-Krise auf US-Unternehmen, die den Rohstoff per Fracking gewinnen. "Wir wollen unsere großartigen Öl-Unternehmen nicht verlieren", sagte der Präsident. Er kündigte vor diesem Hintergrund ein Treffen mit Vertretern der US-Ölindustrie am Freitag an.

Der US-Branchenverband American Petroleum Institut (API) erklärte, er habe das Treffen bei Trump organisiert. Aus Verbandskreisen verlautete, teilnehmen würden etwa die Chefs von ExxonMobil und Chevron und die Chefin von Occidental Petroleum, Manager von Devon Energy, Phillips 66 und Energy Transfer Partners.

Erdgas und Öl seien "entscheidend" beim Aufschwung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie, erklärte ein API-Vertreter. Er wies aber Berichte von US-Medien zurück, die Branche werde staatliche Hilfen fordern. "Wir wollen keine Subventionen der Regierung oder eine spezielle Einmischung angesichts des derzeitigen Absturzes am Markt."

Der niedrige Ölpreis macht den US-Unternehmen stark zu schaffen, weil die Gewinnung von Öl per Fracking vergleichsweise teuer ist. Am Montag war der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der US-Sorte WTI zeitweise unter 20 Dollar gefallen. Am Mittwoch stellte das Unternehmen Whiting Petroleum Corporation Insolvenzantrag, das in den Bundesstaaten North Dakota und Colorado per Fracking Öl gewinnt.