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Trump plant ein umstrittenes Gesetz, das deutsche Auto-Konzerne in Bedrängnis bringt

Christoph Damm
donald trump

Dass Donald Trump keinen Stein auf den anderen lassen wird, hatte er im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft bereits angekündigt. Diesen Weg geht er unbeirrt, seit er das Oval Office bezogen hat — zumindest versucht er es. Kürzlich hat er angekündigt, dass er das Atomabkommen mit dem Iran überprüfen, wenn nicht gar aufkündigen lassen möchte.

Nun steht ein Freihandelsabkommen auf seiner Agenda: Nafta — also das Abkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko. 1994 wurde es geschlossen, doch für Trump ist es der „schlechtesten Handelsvertrag der Geschichte“. Im Hintergrund besprechen bereits Unterhändler die jeweiligen Positionen der Handelspartner. Die „Welt“ zitiert Gary Clyde Hufbauer vom Peterson Institute for International Economics mit den Worten: „Das Ende von Nafta schien noch nie so nah.“

Trump könnte Trick anwenden

Doch Trump braucht Gründe, um das Abkommen zu kündigen. Deshalb, so der Experte, könnte er auch einen Trick zurückgreifen. Denn eine Frage ist: Wie groß muss der Anteil von Bauteilen eines Produkts sein, damit es als im Nafta-Raum produziert gilt?

Bislang liegt diese Quote bei 62,5 Prozent, die entweder in Kanada, den USA oder Mexiko angefertigt werden müssen. Wo innerhalb dieser Länder ist derzeit egal. Doch nun haben Konzerne die Sorge, dass Trump diesen Anteil auf 80 Prozent erhöhen könnte — zusätzlich könnte er verlangen, dass mindestens 50 Prozent der Teile in den USA produziert werden müssten. Stimmen Kanada und/oder Mexiko dem Vorschlag nicht zu, hätte Donald Trump den nötigen Grund zum Rückzug.

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