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Trotz wachsender Risiken hebt die OECD die Prognose für die Weltwirtschaft an – Deutschland ist dabei Schlusslicht, dieses Land Hoffnungsträger

Markt in Bagalore: Indien wird zum Wachstumsmotor der Weltwirtschaft.  - Copyright: Getty Images
Markt in Bagalore: Indien wird zum Wachstumsmotor der Weltwirtschaft. - Copyright: Getty Images

Die OECD hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr von 2,7 auf 3,0 Prozent angehoben. Für die Zukunft sieht die Industrieländerorganisation aber wachsende Risiken für die Konjunktur, etwa in den USA und China. Ihre Prognose für 2024 senkte sie daher von 2,9 auf 2,7 Prozent. Neuer Wachstumsmotor der Weltwirtschaft ist Indien. China gilt als größtes Risiko. Deutschland bleibt dagegen das Sorgenkind.

Für Deutschland rechnet die OECD mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 0,2 Prozent. Bei ihrem jüngsten Ausblick im Juni hatte die OECD Deutschland noch zugetraut, sich in eine Stagnation zu retten. Auch mit der aktuellen Prognose einer Rezession von 0,2 Prozent ist die OECD für Deutschland weniger pessimistisch als die meisten deutschen Ökonomen. Ihre jüngsten Prognosen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr sogar zwischen 0,4 und 0,7 Prozent schrumpft. Schlechter als Deutschland schneidet in OECD-Vergleich der Industrieländer nur das Krisenland Argentinien ab.

Für die Weltwirtschaft sieht die OECD vor allem zwei große Risiken: die Folgen der aggressiven Zinserhöhungen in vielen westlichen Ländern im Kampf gegen die hohe Inflation sowie die weitere Entwicklung in China. Die OECD senkte ihre Prognose für China für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf immer noch stattliche 5,1 Prozent. Dies wäre leicht über dem Ziel der chinesischen Regierung. Im kommenden Jahr werde die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dann um 4,6 Prozent wachsen. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als von der OECD bisher erwartet.

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Zum neuen Motor und damit Hoffnungsträger der Weltwirtschaft wird immer mehr Indien. Die OECD traut Indien mit 6,3 Prozent in diesem und 6,0 Prozent im nächsten Jahr das höchste Wachstum aller Industrie- und Schwellenländer zu. Indiens Wirtschaft wächst damit doppelt so schnell wie die gesamte Weltwirtschaft. Indien ist gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung bereits die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA, China, Japan und Deutschland.

Indien hat in diesem Jahr zudem China als das bevölkerungsreichste Land der Welt abgelöst. Pro Kopf gerechnet ist die Wirtschaftsleistung in beiden Ländern immer deutlich geringer. Beide großen Länder haben also Aufholbedarf.

OECD-Prognose: Überraschung ist die Türkei

Das größte Wachstum nach Indien und China traut die OECD mit Indonesien einem weiteren bevölkerungsreichen Land Asiens zu: 4,9 Prozent in diesem und 5,2 Prozent im kommenden Jahr. Auf dem vierten Platz im Wachstumsranking folgt dann bereits die Türkei. Die OECD geht davon aus, dass die von einer hohen Inflation und der Schwäche der Landeswährung Lira geplagte Wirtschaft in diesem Jahr gleichwohl um 4,3 Prozent zulegt. Dies sind stattliche 0,7 Prozentpunkte mehr als im Juni prognostiziert.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verspricht ein Wende in der Wirtschaftspolitik.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verspricht ein Wende in der Wirtschaftspolitik.

Auch die russische Kriegswirtschaft sorgt für einen Spitzenplatz im OECD-Ranking. Die Organisation hob ihre Prognose für Russlands Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um 2,3 Prozentpunkte auf nun plus 0,8 Prozent an. Dies war die stärkste Korrektur aller Länder. Russlands Wirtschaft leidet auf der einen Seite unter den Folgen der Sanktionen vieler Länder als Reaktion auf den Überfall auf die Ukraine. Hohe Ausgaben des Staates für die Rüstungswirtschaft treiben das Wachstum dagegen an.

Die deutschen Industrie erhält weniger Aufträge. Der Auftragsbestand geht zurück.
Die deutschen Industrie erhält weniger Aufträge. Der Auftragsbestand geht zurück.