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Kopfstoß gegen ihn! Ackermann siegt nach Jury-Entscheid

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Radprofi Pascal Ackermann (Kandel) hat nach einem Jury-Entscheid seinen ersten Tagessieg bei der Spanien-Rundfahrt geholt.

Der 26-Jährige erbte den Sieg auf der neunten Etappe am Donnerstag, nachdem der eigentliche Tagessieger Sam Bennett (Irland/Deceuninck-Quick Step) von der Rennleitung zurückgestuft worden war.

Für Ackermann ist es der dritte Erfolg bei einer der drei großen Landesrundfahrten, im vergangenen Jahr hatte er zwei Etappen beim Giro d'Italia gewonnen. Max Kanter (Cottbus/Sunweb) rundete als Dritter ein starkes deutsches Ergebnis ab.

Ackermann in Sturz verwickelt

Zunächst sah Bennett, der bereits die vierte Etappe in der vergangenen Woche gewonnen hatte, wie der sichere Sieger aus.

Er fing Ackermann im Schlussspurt nach 157,7 km zwischen Castrillo del Val und Aguilar de Campoo noch ab. Wegen eines irregulären Sprints stufte die Jury den Iren aber wenig später ans Ende der ersten Gruppe zurück.

"Im Finale erwischte mich ein Kopfstoß von Sam und ich kam dann als Zweiter ins Ziel. Die Jury hat Sam dann nach einem Protest relegiert. Es ist nicht gerade die Art und Weise wie ich gewinnen wollte, aber ich glaube die Entscheidung war richtig", sagte Ackermann. "Wir haben noch einen langen Weg bis Madrid, es gibt noch zwei weitere Chancen für die Sprinter und ich hoffe, wir können da erfolgreich sein."

Ackermann musste rund 100 km vor dem Ziel einen Schreckmoment verkraften, als er in einen Sturz mit dem Spanier Hector Saez verwickelt war. Ackermann konnte aber schnell weiterfahren und blieb ohne sichtbare Verletzungen.

Carapaz verteidigt Rosa Trikot

In der Gesamtwertung gab es auf dem flachen Teilstück erwartungsgemäß keine Verschiebungen.

Der Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) verteidigte das Rote Trikot des Gesamtführenden erfolgreich und liegt weiterhin 13 Sekunden vor dem Tour-Zweiten und Top-Favoriten Primoz Roglic (Slowenien/Jumbo-Visma), der am Donnerstag 30 Jahre alt wurde.

Die zehnte Etappe am Freitag führt über 185 km von Castro Urdiales nach Suances. Auf dem fast durchweg topfebenen Teilstück dürften die Sprinter erneut um den Tagessieg kämpfen, ehe am Wochenende zwei schwere Bergetappen auf dem Programm stehen.