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Trotz stressigem Job: Mit dieser Routine schaffe ich es, täglich Sport zu machen

Kristiina Coenen bringt Sport und Karriere unter einen Hut – uns schildert sie ihren Tagesablauf.  - Copyright: Getty Images/ Pakin Songmor
Kristiina Coenen bringt Sport und Karriere unter einen Hut – uns schildert sie ihren Tagesablauf. - Copyright: Getty Images/ Pakin Songmor

Eine anspruchsvolle Karriere mit einem aktiven Lebensstil zu vereinen, gestaltet sich für viele als Herausforderung. Kristiina Coenen, Director bei Deloitte, beweist jedoch, dass es möglich ist, als Führungskraft erfolgreich zu sein und gleichzeitig sieben Tage die Woche Sport zu treiben.

Die in Erkelenz geborene Deutschfinnin, die mit nur 30 Jahren den Innovationshub „Garage“ für „Tax&Legal“ bei Deloitte gründete, hat Business Insider einen Überblick über ihren geschäftigen Alltag gegeben – und erzählt, wie sie darin ihre Leidenschaft für den Sport integriert.

Schon als Kind Leistungssportlerin

Die Leidenschaft für Sport begann dabei schon in der Kindheit. Kristiina Coenen wollte damals als Leistungsturnerin an den Olympischen Spielen teilnehmen. Bis sie sich beim Turnen im Alter von 13 Jahren beide Handgelenke brach. Doch Coenen machte weiter, begann mit Fußball und spielte mit 14 Jahren aktiv im Verein: Sie startete im SV 1910 Brachelen (Heinsberg, Kreisliga) und spielte sich bis nach Düsseldorf in die Verbandsliga.

Sport musste der Arbeit weichen

Der Mannschaftssport erforderte mehrere Trainings die Woche. Doch dann 2008 kamen das Studium und die ersten Jobs. Coenen gab den Sport auf.

Ihre erste Festanstellung in der Steuerberatung bekam sie dann im Alter von gerade einmal 22 Jahren, bei Deloitte, auf dem sogenannten Level einer „Professional“. Das ist die niedrigste Einstiegsstufe, über Werkstudenten und Praktikanten, vergleichbar mit Business Analyst und Consultants. Heute ist sie 35 Jahre alt und arbeitet als Director „Tax & Legal“ für den Ideeninkubator „Garage“. Damit hat sie die zweithöchste Position inne, die es im Unternehmen zu erreichen gibt. Die Stelle wird nur noch von der des Partners getoppt, die Coenen bereits anstrebt.

So funktioniert ihre Sport-Routine

Doch wie sieht nun der Tagesablauf von jemandem aus, der so viel auf dem Tisch hat? „Meine Tagesabläufe sehen jede Woche anders aus“, sagt Kristiina Coenen, als sie ihren Kalender mit Business Insider teilt. Was jedoch als Konstante und wichtiger Ausgleich in ihr Leben zurückgekehrt sei: die sportliche Routine.

Kristiina Coenen im Training.  - Copyright: Kristiina Coenen
Kristiina Coenen im Training. - Copyright: Kristiina Coenen

Welche beruflichen Termine innerhalb einer Arbeitswoche anstehen, hinge von verschiedenen Projekten und Meetings ab. Oft würde sie für ihren Job auch reisen und dementsprechend umplanen müssen.

Eine Kalender-Funktion, auf die sie täglich schwört, ist „Time Blocking“. Time Blocking ist eine Zeitmanagement-Strategie, die dabei hilft, den Kalender in überschaubare Zeitabschnitte zu gliedern und Aufgaben so effektiv zu planen. Indem Coenen zum Beispiel „Stör-Arbeitsblocker“ (in ihrem Kalender bezeichnet sie es als „Stillarbeit“) nutzt, also Zeitblöcke, in denen sie nur in Notfällen erreichbar ist, schaffe sie es, bei der Sache zu bleiben.

So sieht ein typischer Tag bei der Teamleiterin aus

Kristiina Coenen gibt Einblick in ihren Wochenablauf. Sensible Daten sind geschwärzt.  - Copyright: Kristiina Coenen
Kristiina Coenen gibt Einblick in ihren Wochenablauf. Sensible Daten sind geschwärzt. - Copyright: Kristiina Coenen

Nie vor 8 Uhr morgens aufstehen: Coenen schwört auf die Kraft eines gesunden und ausreichenden Schlafs. Daher würde sie nie vor 8 Uhr morgens aufstehen. Seit wenigen Tagen hat sie allerdings einen kleinen Welpen, wie sie erzählt – da sähe „die Welt nun etwas anders aus“.

Erreichbar erst ab 10 Uhr morgens: In den ersten Stunden eines Tages ist Coenen schließlich nur in Notfällen erreichbar. Denn da lese sie ihre Mails: „Mich erreichen etwa 160 E-Mails pro Tag. Ich habe jeden Tag mehrere Meetings. Ich lese also morgens erstmal alle Nachrichten – in Ruhe.“ Wenn die Mails abgearbeitet sind, starte sie mit den ersten offenen Tasks.

Mittagessen mit dem Team: Von 12 bis 13 Uhr macht Coenen Mittagspause, wobei ihr als Teamleiterin wichtig sei, mit ihren Teammitgliedern zum Lunch zu gehen, so oft es ihr möglich ist. Und das sogar, obwohl sie regelmäßig im Homeoffice arbeite. Vorteilhaft dabei sei, dass ihr Zuhause nur sechs Radfahrminuten von der Arbeit entfernt ist, wie Coenen erzählt. Wenn es sich einrichten lässt, gehe sie außerdem mittags gerne zum Schwimmen.

Meetings, Reisen und Calls: Nachmittags sei die 35-Jährige schließlich in Meetings und Calls, und wenn notwendig, verreise sie unter der Woche für die Arbeit.

Sechs bis sieben Tage die Woche Sport: Ist der Arbeitstag erstmal erledigt, geht Coenen jeden Abend zum Sport. Das zeigt ihre Urban-Sports-Mitgliedschaft, innerhalb derer sie bis zu sieben Check-Ins die Woche vorweisen kann. Wenn sie es mittags zum Schwimmen geschafft hat, folge abends zum Beispiel oft noch Bouldern. Grundsätzlich gelte:

  • Einmal pro Woche geht Coenen zum Schwimmen

  • einmal zum Bouldern

  • zweimal die Woche zum Hyrox (eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining, bei der sich Coenen aufs Laufen konzentriert).

  • Einmal pro Woche ins Fitnessstudio: Im Studio verabrede sich die Sportbegeisterte gerne mit guten Freunden, um die Zeit vor Ort zum Austausch zu nutzen.

  • An Donnerstagen gehe Coenen abends noch zum Badminton ¬– mit ihren Teammitgliedern. „Eine gute Kombination aus Teambuilding und Spaß“, erklärt sie.

Diese Deloitte-Direktorin bei „Tax & Legal“ trainiert privat sieben Tage die Woche.  - Copyright: Kristiina Coenen
Diese Deloitte-Direktorin bei „Tax & Legal“ trainiert privat sieben Tage die Woche. - Copyright: Kristiina Coenen

Ihre Learnings für den Job und das Leben

Abschließend sieht Kristiina Coenen in ihrer sportlichen Betätigung viele Vorteile für ihren beruflichen Alltag und ihre Karriere: Als Kind konnte sie durch den Leistungssport etwa Ausdauer und Disziplin lernen, beides brauche sie heute in ihrem Beruf. Die Hingabe zum Sport und die dort antrainierte Ausdauer könne sie ebenfalls auf ihren Arbeitsalltag übertragen.

Mit ihren Kollegen gemeinsam Badminton spielen zu gehen, helfe auf der Arbeit etwa bei gemeinsamen Projekten und dem Co-Worken und sei eine tolle Teambuilding-Maßnahme.

Abschließend sei es im Sport ebenso wie im Beruf gut und wichtig, große Ziele zu haben: So möchte Kristiina Coenen mit 35 zur Partnerin bei Deloitte werden, also die höchstmögliche Position im Unternehmen einnehmen.

Im Sport kann sie in diesem Jahr bereits ein Ziel abhaken: Aufgrund ihres beruflichen und privaten Engagements wurde sie im Zuge ihrer Bewerbung als Fackelträgerin bei den Olympischen Spielen 2024 ausgewählt – und darf sich somit einen ihrer Lebensträume erfüllen.