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Trotz Rekordumsatz: Rewe bekommt die Corona-Krise zu spüren und plant Veränderungen

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.

Am Montag präsentierte die Rewe Group die Zahlen für das Geschäftsjahr 2020: Trotz Umsatzeinbrüchen bei der Touristiktochter DER erzielt Rewe einen Rekordumsatz, dank florierender Geschäfte in den Supermärkten. Während der Umsatz um 20,4 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro steigt, ging der Gewinn jedoch um 18 Prozent auf 415 Millionen Euro zurück. Auch Rewe bekommt die Krise also zu spüren und muss einige Dinge verändern, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Laut Rewe-Chef Lionel Souque ist der Rekordumsatz des Konzerns auch den Corona-Maßnahmen geschuldet. Während Kantinen, Restaurants und viele andere Händler über Wochen und Monate schließen müssen, blieben die Supermärkte die ganze Pandemie hinweg geöffnet, wenn auch mit Masken und Abstandsregelungen. Unter diesen Umständen kauften Kunden, Souque zufolge, viel seltener, dafür aber viel mehr ein – vor allem Lebensmittel.

Lieferdienst machte 2020 weniger Verluste als bisher

Rewe bietet zwar auch Non-Food-Produkte an, laut Souque machen diese allerdings nur einen geringen Teil des Umsatzes aus. Auch das hauseigene Liefergeschäft ist aktuell noch defizitär, verzeichnete jedoch im Geschäftsjahr 2020 erstmals einen Verlustrückgang. Angesichts ernstzunehmender Konkurrenz in dieser Sparte ist das ein wichtiger Fortschritt und der weitere Ausbau geplant.

Defizitär war auch das Reisegeschäft: 2019 erwirtschaftete die Touristiktochter DER noch fünf Millarden Euro, 2020 waren es dann nur noch 1,3 Milliarden Euro. Trotz der Schließung von 40 Filialen in Deutschland und des Stellenabbaus trübt das Touristikgeschäft die Konzernbilanz mit einem Verlust von 390 Millionen Euro. Noch sind auch die Buchungen für den Sommer verhalten, doch DER-Chef Sören Hartmann glaubt, dass der Tourismus wieder richtig Fahrt aufnimmt, sobald die Reisebeschränkungen innerhalb der EU aufgehoben werden.

Da aber ungewiss ist, wann das Reisegeschäft wieder losgeht, wann die Baumarkttochter Toom ihre Filialen wieder öffnen kann und ob die Umsätze in den Supermärkten zurückgehen werden, sobald die Restaurants wieder aufmachen, sucht Rewe nach neuen Wachstumsfeldern. Neben dem 2020 übernommenen Großhändler Lekkerland, der Tankstellen und Kioske mit Lebensmitteln und Snacks beliefert, soll der Konzern auch automatisierte Verkaufsstellen für Snacks planen. Auch der Einstieg in die Entsorgungs- und Abfallwirtschaft ist denkbar.

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