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Trockenheit birgt Risiken und Chancen für Weinbau

FREYBURG/RADEBEUL (dpa-AFX) - Lange Perioden ohne ausreichend Regen bereiten den Winzern in Deutschland zunehmend Sorgen. "Neben extremen Frost oder Hagelschlag zählt Trockenheit zu den stärksten Risiken im Weinanbau", sagte ein Sprecher des Deutschen Weininstituts (DWI/Bodenheim/Rheinland-Pfalz). Langjährige Aufzeichnungen hätten bewiesen, dass Wetterextreme in den vergangenen ein bis zwei Dekaden zugenommen haben.

Um dem zu begegnen, gibt es zum Beispiel im Anbaugebiet Saale-Unstrut, wo seit 1000 Jahren Wein angebaut wird, Pläne, Regenrückhaltebecken und Brunnen zu reaktivieren, wie ein Sprecher des Weinbauverbandes in Freyburg sagte. Neben dem Anlegen von Wasservorräten für Trockenperioden gelte es auch, mehr Anlagen zur sanften Tröpfchenbewässerung der Rebanlagen zu ermöglichen.

Grund zur Panik besteht wegen der Trockenperioden aber noch nicht. Reben seien Lianengewächse, die sich ihr Wasser über die Wurzeln aus bis zu zehn Metern Tiefe und mehr aus dem Boden holen können, sagte der Sprecher des DWI. Allerdings werde bei Neupflanzungen in Deutschland mehr darauf geachtet, welche Rebsorten künftig besser mit wenig Regen zurechtkommen. Denn es gehe letztlich darum, die Erträge der Weinbaubetriebe und damit deren Existenz zu sichern, sagte er. Wichtig für den Weinbau sei eine gesunde Mischung aus Feuchtigkeit und Wärme, Regen und Sonne.

In Anbaugebieten wie in Sachsen werden zum Beispiel auch Reben für vollmundige Rotweine gesetzt, die sonst eher aus südlichen Ländern in Deutschland oder aus Frankreich bekannt sind, wie ein Sprecher des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth (Radebeul) sagte. Saale-Unstrut mit Anbauflächen von Qualitätswein in Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Brandenburg und das Anbaugebiet Sachsen gehören zu den nördlichsten Weinregionen in Europa. Typisch für die Gebiete sind trocken ausgebaute Weine wie Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Portugieser und Dornfelder. Der Riesling als die typisch deutsche Weinsorte sei zudem auch noch mehr im Kommen beim Anbau.

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