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Trockenheit: Belgiens Bauern werden unruhig

Belgische Bauern und Viehzüchter sind beunruhigt. Der Frühling war bislang ausgesprochen trocken, und die wenigen Schauer nicht ausreichend.

Jean-Luc Dewez betreibt einen Hof mit 66 Hektar nahe Namur. Hier baut er Getreide und Zuckerrüben an. Zur Zeit ist der Boden ausgetrocknet aus Mangel an Regen. So langsam fängt Dewez an, sich die Kosten der Trockenheit auszurechnen.

Wenn es bis Anfang Juni nicht regne, werde es für den gesamten Anbau problematisch, sagt er. Was die finanziellen Verluste angehe, so seien diese bei einigen Kulturen beonders hoch, etwa bei Rüben und Chicoree. Denn der Kampf gegen Unkraut und Blattläuse werde intensiver und damit teurer.

In den trockenen Boden dringen Düngemittel nicht ausreichend ein. Ohne Wasser und Dünger aber fällt die Ernte mickrig aus. Das ist die Sorge von Laurent Gomand, der seinen Hof nebenan betreibt.

Die Trockenheit komme ihm doppelt zu Schaden, denn ohne ausreichend Futtergetreide kann er seine 250 Kühe und 600 Ziegen nur schwer ernähren.

Die ersten Heuschnitte des Frühlings seien wirklkich schlecht gewesen, sagt er. Etwa die Hälfte des Vorjahres. Man wirtschafte also bereits mit Vorräten, um wenigsten das Vieh zu füttern. Das heiße auch, dass er Rohstoffe kaufen müsse, was angesichts der politischen und konjunkturellen Lage sehr teuer sei.

Noch weigern sich die Bauern, von einer Katastrophe zu sprechen. Doch die gegenwärtige Konjunktur zusammen mit dem Krieg in der Ukraine liegen schwer auf der Landwirtschaft.

Düngemittel hätten sich stark verteuert und seien zudem weniger wirksam in einer Trockenheit, erklärt Landwirtsfunktionär José Renard. Müsse man morgen zusätzliches Viehfutter kaufen, dann werde es aber für die gesamte Landwirtschaft äußerst kritisch.

Belgien ist nicht das einzige Land, dass derzeit mit einer Trockenheit umgehen muss. Frankreich etwa registriert gerade die höchsten jemals gemessenen Mai-Temperaturen. Befürchtet wird dort, dass der Sommer noch viel schlimmer wird.

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