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Trivago stellt die Suche nach Urlaubszielen auf den Kopf

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Die Coronakrise trifft die Hotelsuchmaschine Trivago besonders hart. Aus dieser Not heraus bastelt Trivago-Chef Axel Hefer nun an einer umgekehrten Suche, wie er im WirtschaftsWoche-Podcast verrät.

Die von der Corona-Pandemie stark getroffene Hotelsuchmaschine Trivago arbeitet an einer umgedrehten Suche. „Es ist genau anders herum als unser bestehendes Produkt“, sagte Trivago-Chef Axel Hefer im WirtschaftsWoche-Podcast Chefgespräch mit WiWo-Chefredakteur Beat Balzli. Bislang sei Trivago auf die Suchsituation optimiert, in der Nutzer schon wissen, in welche Stadt sie reisen möchten und welche Art von Hotel sie bevorzugen, erklärt Hefer. Wegen der Corona-Pandemie seien aber viele der üblichen Reiseziele nicht zu erreichen: „Das heißt, man braucht neue Ideen – und denkt anders herum: Ich möchte maximal sechs, sieben Stunden mit dem Auto fahren, was gibt es da für spannende Ziele? Und gibt es da attraktive Hotelangebote?“ Trivago arbeite schon länger an „dieser komplett umgedrehten Logik“, so dass Kunden „in nicht allzu ferner Zukunft neue Produkte erwarten können“.

Trivago wurde 2005 in Düsseldorf gegründet und gehört seit 2012 zum US-Online-Reisebüro Expedia. Im Dezember 2016 erfolgte der Börsengang an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq. Das Unternehmen steckt in Schwierigkeiten, die durch die Coronakrise noch einmal drastisch verschärft wurden: 2019 war der Umsatz das zweite Jahr in Folge zurückgegangen auf nunmehr 839 Millionen Euro. Als wegen der Corona-Pandemie weltweit Hotels schließen und Flugzeuge am Boden bleiben mussten, war der Trivago-Umsatz zeitweise um mehr als 90 Prozent eingebrochen; Ende April hatte Trivago einen Stellenabbau angekündigt.

Axel Hefer hatte zum Jahreswechsel die Trivago-Führung vom langjährigen Chef Rolf Schrömgens übernommen. Schrömgens ist einer der Mitgründer des Unternehmens, Hefer war bis dahin Finanzchef. Im WirtschaftsWoche-Podcast geht Hefer nun auch auf den Coronebedingten Trend zum lokalen Reisen ein: Das Reisen vor Ort werde auch für seine Kunden weiter an Bedeutung gewinnen, sagt Hefer: „Deutsche Destinationen oder solche, die mit dem Auto zu erreichen sind, werden 2021 sicher über dem Niveau von 2019 liegen – und relativ gegenüber den Süd-Destinationen deutlich gewinnen.“

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