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Trauer um japanische Stardesignerin Hanae Mori

Sie entwarf die Kostüme für hunderte Filme und etablierte sich als erste japanische Haute-Couture-Designerin in Paris. Nun ist Hanae Mori im Alter von 96 Jahren gestorben.

Hanae Mori
Hanae Mori galt als erste japanische Designerin, der der Durchbruch in Paris gelang. (Bild: Getty Images / Victor VIRGILE / Gamma-Rapho)

"Madame Butterfly" ist tot: Hanae Mori, deren Entwürfe meist durch charakteristische Schmetterlingsmotive erkennbar sind, ist verstorben. Laut japanischen Medienberichten starb die Modedesignerin vergangene Woche in ihrem Zuhause in Tokio und wurde bereits im Kreise der Familie beigesetzt. Mori wurde 96 Jahre alt.

Vereinte japanische Designs mit westlicher Mode

Die Modeschöpferin, zu deren prominenten Kundinnen einst auch US-Präsidentengattin Nancy Reagan und Hollywood-Ikone Grace Kelly zählten, wurde 1926 in der westjapanischen Kleinstadt Muikaichi (heute: Yoshika) geboren. Ihre ersten Schritte als Designerin machte Mori in Tokio, wo sie in den 1950er- und 1960er-Jahren für die Kostüme zahlreicher japanischer Filme zuständig war. Später zog sie weiter nach New York. Dort sorgte sie 1965 mit ihrer Kollektion "East Meets West" für Aufsehen, in der sie japanische Kimono-Designs mit westlicher Mode verband.

1977 eröffnete Mori ihr erstes Atelier in Paris und galt in der französischen Hauptstadt somit als erste aus Asien stammende Haute-Couture-Designerin. Nachdem die zweifache Mutter 2004 eine letzte Couture-Show in der französischen Hauptstadt präsentiert hatte, schloss sie ihr dortiges Modehaus und zog sich in den Ruhestand zurück. Ihre Geschäfte in Tokio hingegen bleiben bis heute geöffnet.