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TRATON und Navistar schließen bindende Vereinbarung über den Erwerb von Navistar zu einem Barpreis von 44,50 USD je Aktie

·Lesedauer: 8 Min.

MÜNCHEN UND LISLE, Ill., 7. November 2020 – TRATON SE („TRATON“), einer der weltweit größten Nutzfahrzeughersteller, und Navistar International Corporation („Navistar“) (NYSE: NAV), ein führender US-amerikanischer Lkw-Hersteller, gaben heute den Abschluss eines bindenden Zusammenschlussvertrages („Merger Agreement“) bekannt, wonach TRATON alle ausstehenden und nicht bereits von TRATON gehaltenen Stammaktien von Navistar zu einem Barpreis von 44,50 USD je Stammaktie erwirbt. TRATON besitzt derzeit 16,7 % der ausstehenden Stammaktien von Navistar.

Seit März 2017 profitieren TRATON und Navistar von einer strategischen Allianz. Diese hat über eine gemeinsame Einkaufskooperation und die Zusammenarbeit bei neuen Technologien einen erheblichen Wertzuwachs für beide Unternehmen erbracht. Die Transaktion baut auf dieser Erfolgsgeschichte auf, indem sie TRATONs starke Position in Europa sowie eine erhebliche Präsenz in Südamerika mit der Präsenz von Navistar in Nordamerika ergänzt. So entsteht gemeinsam ein globales Unternehmen, das in der Lage ist, von optimierten Leistungen der Marken, mehr Innovation und branchenführenden Fähigkeiten zu profitieren.

„Die heutige Ankündigung beschleunigt unsere Global Champion Strategie, indem wir in allen wichtigen Lkw-Märkten weltweit expandieren werden und unseren Kunden die neuesten Produktinnovationen, Zukunftstechnologien und -dienste liefern können“, so Matthias Gründler, CEO von TRATON. „Zusammen werden wir noch bessere Möglichkeiten haben, den Herausforderungen neuer Vorschriften und sich rasch entwickelnder Technologien in den Bereichen Konnektivität, Antrieb und autonomes Fahren für unsere Kunden weltweit gerecht zu werden. Navistar hat sich als wertvoller Partner erwiesen; wir sind zuversichtlich, dass diese Kombination überzeugende strategische und finanzielle Vorteile sowie verbesserte Chancen sowohl für Navistar als auch für TRATON schaffen und uns optimal dazu positionieren wird, eine nachhaltige Wertschöpfung in der sich ständig weiterentwickelnden globalen Nutzfahrzeugbranche zu erzielen.“

„Diese Transaktion fußt auf unserer äußerst kooperativen und erfolgreichen strategischen Allianz und verbessert die Wachstumskurve des kombinierten Unternehmens; gleichzeitig profitieren unsere Aktionäre unmittelbar und in hohem Maß“, sagte Persio Lisboa, Präsident und CEO von Navistar. „Wir freuen uns darauf, weiterhin mit dem TRATON-Team zusammenzuarbeiten, um gute Chancen für unsere Beschäftigten zu schaffen und unseren Kunden und Händlern durch erstklassige Produkte, Services und Technologien ein hervorragendes Erlebnis zu bieten.“

Gunnar Kilian, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG und verantwortlich für den Geschäftsbereich „Truck & Bus“, erklärte: „Volkswagen ist TRATONs größter Aktionär. Diese Vereinbarung untermauert unser starkes strategisches Engagement, unser Wachstum auch im anhaltend herausfordernden Wirtschaftsklima weiter voranzutreiben, und ist damit ein wichtiger Meilenstein für Volkswagen. Die Akquisition von Navistar wird die Position von TRATON in Nordamerika als einem der größten und profitabelsten Märkte für schwere Lkw deutlich stärken. Gemeinsam können die Unternehmen ihre Größe und Reichweite in Schlüsselmärkten erhöhen sowie weitere Synergien erzielen.“

Finanzierung
Die Mittel zur Finanzierung des Erwerbs der ausstehenden Navistar-Stammaktien, die nicht bereits von TRATON gehalten werden, werden durch den Volkswagen Konzern bereitgestellt. Dies umfasst die Finanzierung des Kaufpreises in Höhe von etwa 3,7 Mrd. USD. TRATON will auch nach Abschluss der Transaktion sein Investment-Grade-Rating beibehalten.

Zeitplan und Genehmigungen
Der Vollzug der Transaktion ist für Mitte 2021 angestrebt und unterliegt der Zustimmung durch die Navistar-Aktionäre, den üblichen Vollzugsbedingungen sowie regulatorischen Genehmigungen. Die wesentlichen Anteilseigner Icahn Capital LP und MHR Fund Management LC haben bereits zugestimmt, mit ihren Anteilen für die Transaktion zu stimmen.


Kontakt:

Volkswagen AG

Nicole Mommsen
Head of Corporate Communications
T +49 5361 9 344 74
nicole.mommsen@volkswagen.de

TRATON SE

Julia Kroeber-Riel
Head of Group Communications & Governmental Relations
T +49 152 58870900
julia.kroeber-riel@traton.com

Sacha Klingner
Head of Corporate Communications
T +49 170 2250016
sacha.klingner@traton.com

Navistar

Medienkontakt:
Bre Whalen
Breana.Whalen@navistar.com
331-332-3056

Kontakt für Investoren:
Marty Ketelaar
marty.ketelaar@navistar.com
331-332-2706

Über den Volkswagen Konzern:

Der Volkswagen Konzern mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Autobauer Europas. Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Das Angebot der Pkw-Sparte erstreckt sich von Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse. Ducati bietet Motorräder an. Das Angebot im Bereich der leichten und schweren Nutzfahrzeuge beginnt bei Pickups und reicht bis zu Bussen und schweren Lkw. Jeden Werktag produzieren 671.205 Beschäftigte rund um den Globus durchschnittlich 44.567 Fahrzeuge, sind mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern in 153 Ländern an. 2019 betrugen die Auslieferungen von Konzernfahrzeugen an Kunden weltweit 10,97 Millionen (2018: 10,83 Millionen). Der Pkw-Weltmarktanteil betrug 12,9 Prozent. Der Konzernumsatz im Jahr 2019 betrug insgesamt 252,6 Milliarden € (2018: 236 Milliarden €). Das Ergebnis nach Steuern betrug zum Ende des Geschäftsjahres 14,0 Milliarden € (2018: 12,2 Milliarden €).



Über TRATON SE:

Die TRATON SE ist eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG und gehört mit ihren Marken MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus und RIO zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern. Im Jahr 2019 setzten die Marken der TRATON GROUP insgesamt rund 242.000 Fahrzeuge ab. Das Angebot umfasst leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse, die an 29 Standorten in 17 Ländern produziert werden. Zum 31. Dezember 2019 beschäftigte das Unternehmen in seinen Nutzfahrzeugmarken weltweit rund 82.700 Mitarbeiter. Die Gruppe hat den Anspruch, den Transport neu zu erfinden – mit ihren Produkten, ihren Dienstleistungen und als Partner ihrer Kunden.

Über Navistar:

Navistar International Corporation (NYSE: NAV) ist eine Holdinggesellschaft, deren Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen Nutzfahrzeuge unter der Marke International®, unternehmenseigene Dieselaggregate sowie Schul- und Linienbusse unter der Marke IC Bus® herstellen. Ein verbundenes Unternehmen liefert außerdem Ersatzteile für Lkw und Dieselmotoren. Ein weiteres verbundenes Unternehmen bietet Finanzierungsdienstleistungen an. Zusätzliche Informationen stehen hier www.Navistar.com zur Verfügung.



Additional Information and Where to Find It

This communication may be deemed to be solicitation material in respect of the proposed acquisition of Navistar by TRATON. In connection with the proposed acquisition, Navistar intends to file relevant materials with the SEC, including a proxy statement on Schedule 14A. INVESTORS AND STOCKHOLDERS OF NAVISTAR ARE URGED TO READ ALL RELEVANT DOCUMENTS FILED WITH THE SEC, INCLUDING NAVISTAR’S PROXY STATEMENT, BECAUSE THEY WILL CONTAIN IMPORTANT INFORMATION ABOUT THE PROPOSED ACQUISITION. Investors and stockholders of Navistar will be able to obtain the proxy statement and other documents filed with the SEC (when available) free of charge at the SEC’s web site, https://www.sec.gov/. The proxy statement is not currently available.

Participants in the Solicitation

Navistar, TRATON and their respective directors and executive officers may be deemed to be participants in the solicitation of proxies from Navistar’s stockholders in respect of the proposed acquisition. Information about the directors and executive officers of Navistar is set forth in the proxy statement for its 2020 annual meeting of stockholders, which was filed with the SEC on January 6, 2020, and in the Company’s Annual Report on Form 10-K for the fiscal year ended October 31, 2019, which was filed with the SEC on December 17, 2019. Other information regarding the participants in the proxy solicitation and a description of their direct and indirect interests, by security holdings or otherwise, will be contained in the proxy statement and other relevant materials to be filed with the SEC in respect of the proposed transaction when they become available.

Forward-Looking Statements

Certain statements in this communication, that are not purely historical, may constitute forward-looking statements within the meaning of Section 27A of the Securities Act of 1933, Section 21E of the Securities Exchange Act of 1934, and the Private Securities Litigation Reform Act of 1995, each as amended. Forward-looking statements provide current expectations of future events and include any statement that does not directly relate to any historical or current fact. Words such as “anticipates,” “believes,” “expects,” “intends,” “plans,” “projects,” or other similar expressions may identify such forward-looking statements.

Actual results may differ materially from those discussed in forward-looking statements as a result of factors, risks and uncertainties over which Navistar has no control. These factors, risks and uncertainties include, but are not limited to, the following: (i) conditions to the completion of the proposed acquisition, including stockholder approval of the proposed acquisition, may not be satisfied or the regulatory approvals required for the proposed acquisition may not be obtained on the terms expected or on the anticipated schedule; (ii) the occurrence of any event, change or other circumstance that could give rise to the termination of the merger agreement between the parties to the proposed acquisition; (iii) the effect of the announcement or pendency of the proposed acquisition on Navistar’s business relationships, operating results, and business generally; (iv) risks that the proposed acquisition disrupts Navistar’s current plans and operations and potential difficulties in Navistar’s employee retention as a result of the proposed acquisition; (v) risks related to diverting management’s attention from our ongoing business operations; (vi) potential litigation that may be instituted against Navistar or its directors or officers related to the proposed acquisition or the merger agreement between the parties to the proposed acquisition; (vii) the amount of the costs, fees, expenses and other charges related to the proposed acquisition; and (viii) such other factors as are set forth in Navistar’s periodic public filings with the SEC, including but not limited to those described under the headings “Risk Factors” and “Forward Looking Statements” in its Form 10-K for the fiscal year ended October 31, 2019, its quarterly report on Form 10-Q for the period ended April 30, 2020, and in its other filings made with the SEC from time to time, which are available via the SEC’s website at www.sec.gov/.

Forward-looking statements reflect the views and assumptions of management as of the date of this communication with respect to future events. Navistar does not undertake, and hereby disclaims, any obligation, unless required to do so by applicable securities laws, to update any forward-looking statements as a result of new information, future events or other factors. The inclusion of any statement in this communication does not constitute an admission by Navistar or any other person that the events or circumstances described in such statement are material.