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Trapp patzt - aber Last-Minute-Jubel bei der Eintracht

Omar Marmoush verwehrt Mainz 05 in letzter Sekunde den ersten Saisonsieg!

Das Rhein-Hessen-Derby zwischen Mainz 05 und Eintracht Frankfurt endete, nach einer Regenschlacht in der MEWA Arena, mit 1:1 (1:0). Mainz war in einer knappen Partie mit intensiv geführten Zweikämpfen lange die bessere Mannschaft, versäumte es jedoch vorzeitig, die Partie für sich zu entscheiden. Cheftrainer Bo Svensson zeigt sich nach dem Spiel frustriert: “So ein Gegentor dürfen wir einfach nicht bekommen. Wir verteidigen gut, sind mit elf Mann in der eigenen Hälfte und er (Marmoush) muss den Ball nur noch ins leere Tor schießen.“

Nach einem Patzer von Nationaltorhüter Kevin Trapp hat Eintracht Frankfurt zwischen den beiden wichtigen Europacup-Partien einen Dämpfer im Liga-Alltag hinnehmen müssen. Trapp äußerte sich zu seinem Patzer bei DAZN wie folgt: “Es ist halt sehr unglücklich, weil der eigene Mann in mich reinspringt, aber das passiert im Fußball.“ Die Hessen kamen nach einer kraftlosen Vorstellung im umkämpften Rhein-Main-Duell nur zum Unentschieden beim FSV Mainz 05, erstmals in dieser Spielzeit blieb der von Paris Saint Germain umworbene Starangreifer Randal Kolo Muani ohne Tor.

Drei Tage nach dem Playoff-Hinspiel der Conference League bei Lewski Sofia (1:1) fehlte der Eintracht die Frische, erst spät gelang Omar Marmoush (90.+1.) der Ausgleich, Jae Sung-Lee hatte die Mainzer von Trainer Bo Svensson in Führung gebracht, die die Wiedergutmachung für den enttäuschenden Auftakt bei Union Berlin (1:4) verpassten. Ansgar Knauff hatte vor dem Ausgleich die Gelb-Rote Karte gesehen (61., wiederholtes Foulspiel), Trapp empfand die Frankfurter als benachteiligt: “Sieht man ja, dass er ihn zieht (Barreiro Martins), die Hand ist dran. Ansgar (Knauff) verliert das Gleichgewicht, spielt den Ball und kriegt die Gelbe Karte. Das verstehe ich nicht, Kohr geht mit offener Sohle rein und kriegt keine Gelb-Rote Karte.“

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Auf das zweite Duell in den Play-offs am Donnerstag wollte Trainer Dino Toppmöller eigentlich keine Rücksicht nehmen. Dennoch nahm der Coach bei der von einer Erkältungswelle geplagten SGE vier Wechsel im Vergleich zum Hinspiel in Bulgarien vor. Die Mainzer mussten dagegen kurzfristig auf Ludovic Ajorque verzichten. Für den Angreifer, der sich beim Aufwärmen am Oberschenkel verletzte, startete Nelson Weiper.

Nach dem mühevollen Sieg gegen Darmstadt 98 (1:0) taten sich die Frankfurter auch mit der intensiven Mainzer Spielweise schwer. Beide Teams sorgten für hitzige Duelle, viele Fouls, aber nur wenig Spielfluss. Kolo Muani blieb wirkungslos.

Gefährlich wurde es vor dem Frankfurter Tor. Einen Handelfmeter für Mainz nahm Schiedsrichter Bastian Dankert nach Ansicht der Videobilder zurück, Robin Kochs Arm war beim Abschluss von Weiper angelegt (22.). Lees Treffer zur FSV-Führung kurz darauf zählte dagegen: Der Südkoreaner nutzte per Kopf einen Fehler von Trapp, der mit Hrvoje Smolcic zusammenprallte und den Ball nicht fangen konnte.

Frankfurt entwickelte erst nach der Pause mehr Gefahr. Zwar ließen die Gastgeber durch Leandro Barreiro (51.) und Dominik Kohr (53.) per Fallrückzieher zunächst beste Chancen liegen, danach schaltete die SGE aber einen Gang höher. Kolo Muani (54./59.) verpasste zweimal per Kopf den Ausgleich.

Der Schwung verpuffte aber wieder, als Knauff vom Platz flog - und Kolo Muani nach 70 Minuten vom Feld ging. Toppmöller ermeckerte sich noch eine Gelbe Karte in der Schlussphase, in der Mainz auf den zweiten Treffer drückte.