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Tränen-Moment: "Kitchen Impossible"-Konkurrent macht Tim Mälzer sprachlos

Carmen Schnitzer
·Lesedauer: 4 Min.

Was war denn da los? Schon letzte Woche ging's erstaunlich soft zu in der VOX-Show "Kitchen Impossible". Doch das wurde in dieser Woche noch getoppt. Tim Mälzer verdrückte eine Träne über, "das Schönste, was mal jemand über mich geschrieben hat".

Zwei vom gleichen Schlag: Sepp Schellhorn (links) überraschte Tim Mälzer bei
Zwei vom gleichen Schlag: Sepp Schellhorn (links) überraschte Tim Mälzer bei "Kitchen Impossible" mit einem Liebesgedicht. (Bild: TVNOW / picture alliance / Simon Hausberger)

"Du bist so ich!", schwärmte Tim Mälzer (50) in der neuen Folge der VOX-Show "Kitchen Impossible" über seinen Kontrahenten Josef "Sepp" Schellhorn (53). Woran er die Seelenverwandtschaft festmachte ..? Dazu später mehr. Auch der Salzburger fand warme Worte für seinen Kollegen und wurde für ihn sogar zum (b)romantischen Dichter. War da an Wettkampf überhaupt zu denken?

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Durchaus. Der erste Auslands-Dreh dieser Corona-Staffel führte Mälzer nach Neufelden in Oberösterreich, wo ihm ein "visuell sehr stark gemüsegeprägter Teller" vorgesetzt wurde, der nicht sein Fall war. "Diese derzeit allgegenwärtige Rübenküche" hatte ihm zu viel "Hipster-Faktor". Nachdem er unter den Rote- und Gelbe-Bete-Bändern noch zwei frikadellenartige Fleischstücke - Bunzenschädel und Leberschädel - entdeckte, vermutete er ganz richtig, dass hier "zwei Generationen auf dem Teller" vereint waren.

Zu seiner ersten Box ging's per Ruderboot. Für Tim Mälzer kein Problem:
Zu seiner ersten Box ging's per Ruderboot. Für Tim Mälzer kein Problem: "Wasser und ich, wir sind eins." (Bild: TVNOW / Endemol Shine)

Kreiert hatte das Gericht der beste Freund von Schellhorns Sohn Felix (27), Philip Rachinger (31) vom Mühltalhof. Neben seinen Erfahrungen aus Frankreich floss auch Omas Können mit in dessen Küche ein - und irgendwie konnte sich Mälzer dann doch mit allem anfreunden. Beim Nachkochen schlug er sich wacker und holte von der Jury sieben von zehn Punkten.

"Anfangs dachte ich, es sei ein Fremder ..."

Sofort angetan von seiner Aufgabe war dagegen Schellhorn, den Mälzer auf die Insel Usedom geschickt hatte. Dort sollte er die Fischsoljanka des Fischsommeliers Andrè Domke (37) nachempfinden, die dieser normalerweise in seinem Fischpavillon serviert. "Ich hab fast Tränen in den Augen. Das taugt mer echt", fasste der Österreicher seine Begeisterung in Worte.

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Apropos: Neben der kulinarischen Herausforderung bat Mälzer den kulturaffinen Schellhorn um einen Fünfzeiler - hätte aber wohl nicht mit dem Ergebnis gerechnet. Denn das war erstaunlich emotional und trieb Mälzer bei der Nachbesprechung Tränchen in die Augen: "Anfangs dachte ich, es sei ein Fremder. Dem war nicht so. Nicht nur sein klarer Blick, seine Analytik sagten mir: Wir könnten uns versteh'n. Die Ruhe in Goldegg brachte uns zueinander. Die Schönheit der Landschaft, die Ruhe des Wassers, das Strahlen seiner Augen sagten mir: Tim, du bist ein wahnsinnig schöner Mensch - innen."

"Ich hab' kein' Nerv mehr auf diese Küche!" Zu hipstermäßig fand Tim Mälzer seine erste Aufgabe. (Bild: TVNOW / Endemol Shine)
"Ich hab' kein' Nerv mehr auf diese Küche!" Zu hipstermäßig fand Tim Mälzer seine erste Aufgabe. (Bild: TVNOW / Endemol Shine)

Das zweite Geschenk, das Schellhorn Mälzer machte, war, dass ihn die vermeintlich einfache Aufgabe mehr forderte als gedacht und er sich für sein Nachkochen des Eintopfs zwar viel Lob, mangels Ähnlichkeit zum Original aber "nur" 6,2 Punkte holte.

"Für einen Deutschen absolut in Ordnung"

Weiter ging's mit der deutsch-österreichischen Bromance: "Er wird mich dann küssen danach", vermutete Schellhorn, der Mälzer Grammelknödel mit Veltlinerkraut vorsetzen ließ, die Kurt Berger junior (33) auf dem Gasthof Schloss Aigen in Salzburg zubereitet hatte.

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Tatsächlich war Mälzer begeistert und freute sich über die Elastizität der Klöße wie seinerzeit als Teenie über seine erste Berührung einer weiblichen Brust. "Leck mich am A..., ist das gut!" Die Knödel zu teigig, die Füllung zu wenig knusprig, doch "für einen Deutschen absolut in Ordnung", lautete später das Urteil eines Juroren. Seine 5,2 Punkte fand Mälzer "angemessen. Ärger' ich mich überhaupt nicht."

Tim Mälzer beim Knödelkochen: In der Küche des Salzburgers Kurz Berger junior fühlt er sich wohl.  (Bild: TVNOW / Endemol Shine)
Tim Mälzer beim Knödelkochen: In der Küche des Salzburgers Kurz Berger junior fühlt er sich wohl. (Bild: TVNOW / Endemol Shine)

Statt wie geplant nach Wien wurde Schellhorn dann coronabedingt nach Berlin und von Mälzer erst mal auf die falsche Fährte geschickt. In seiner Challenge-Kiste befanden sich griechische Spezialitäten, über die er sich freute. Doch dann kam Kiste Nr. 2 - und damit die eigentliche Aufgabe: "Ein Streberteller. Eine A....lochgeschichte", ärgerte er sich über das übersichtlich gestaltete Gericht. "Ich bin keine Pinzettenprinzessin!"

"I love you!"

Schluss mit Romantik, nun wurde ordentlich geschimpft über die Pilzlebercreme in Pralinenform, und Mälzer freute sich, wusste er doch, dass er selbst ganz genauso reagiert hätte. Kreiert hatte die Spezialität der Österreicher Sebastian Frank (39) vom Restaurant Horvath. Beinahe wäre Schellhorn in die Falle getappt und tippte auf Hühnerleber, kam dann aber doch darauf, dass er es mit einem für die Show eher seltenen vegetarischen Gericht zu tun hatte und die Basis der Creme Kräuterseitlinge waren. Auch sonst schlug er sich gut, holte aber mit 5,4 Punkten zu wenige für den Sieg gegen Mälzer.

Er trug's mit Fassung: "I love you."

VIDEO: Die 10 unglaublichsten Momente bei "Kitchen Impossible"