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Ein Toter und ein Verletzter durch Schüsse an Schule in den USA

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Polizei vor der Austin-East Magnet High School

Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule im US-Bundesstaat Tennessee ist am Montag ein Mensch getötet worden. Ein Polizeibeamter sei zudem verletzt worden, wie die Polizei in Knoxville mitteilte. Die Schüsse fielen demnach an der Austin-East Magnet High School. Zum Täter lagen zunächst keine Informationen vor, ein Mensch wurde demnach aber festgenommen.

Das Schulgebäude wurde evakuiert und gesichert, wie die Schulbehörde des Bezirks Knox mitteilte. Zuvor waren Anwohner aufgerufen worden, die Gegend um die Austin-East Magnet High School zu meiden. Die Polizei sprach von Berichten über einen vermutlich bewaffneten "männlichen Verdächtigen" in der Schule. Gouverneur Bill Lee sagte, die Lage sei "sehr schwierig und tragisch".

Als die Beamten vor Ort eintrafen, "fielen Schüsse", wie die Polizei weiter mitteilte. Ein Polizist wurde getroffen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden - er wurde aber nicht lebensgefährlich verletzt. Ein männliches Opfer starb demnach noch am Tatort. Weitere Opfer durch Schussverletzungen gebe es nicht. Zunächst war von mehreren Verletzten die Rede gewesen. Ein Mensch wurde demnach im Zusammenhang mit den Ermittlungen festgenommen.

Die USA werden immer wieder von tödlichen Schusswaffenangriffen in Schulen erschüttert. An der Columbine High School in Littleton hatten 1999 zwei Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid.

US-Präsident Joe Biden hatte die Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten erst in der vergangenen Woche als "Seuche" und "Schandfleck" für das Land bezeichnet. Er stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor. So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selbst zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten.

Biden rief zugleich den Kongress auf, per Gesetz weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Der Präsident verlangt unter anderem ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre sowie umfassendere Hintergrundchecks für Waffenkäufer. Ob sich dafür im Kongress eine Mehrheit findet, ist allerdings höchst ungewiss. Vorstöße der Demokraten zur Verschärfung der Waffengesetze sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gescheitert. Die mächtige Waffenlobby NRA hat im Kongress viele Verbündete, vor allem bei den Republikanern.

cp