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Toshiba gibt seine Aufspaltung in drei unabhängige Unternehmen bekannt

·Lesedauer: 2 Min.
Logo von Toshiba (AFP/Kazuhiro NOGI)

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat seine Aufspaltung in drei unabhängige Unternehmen bekannt gegeben. Binnen zwei Jahren soll der Schritt vollzogen sein, teilte Toshiba am Freitag mit. "Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, muss jede unserer Geschäftstätigkeit mehr Flexibilität haben, um Chancen ergreifen zu können", erklärte Toshiba-Interimschef Satoshi Tsunakawa. Die Aufspaltung werde "immense Werte" heben.

Die japanische Presse hatte über den Schritt bereits seit Dienstag berichtet. Der Verwaltungsrat des Konzerns stimmte der Aufspaltung laut Unternehmensmitteilung einstimmig zu. Zwei der Unternehmen sollen an die Börse gebracht werden - die für Energie und Infrastruktur zuständige Sparte sowie die für elektronische Geräte und Datenspeicherung zuständige Sparte. Im dritten Unternehmen sollen die restlichen Aktivitäten bleiben - auch die 40 Prozent, die Toshiba am Chiphersteller Kioxia hält, seiner ehemaligen eigenen Tochter.

Die "Financial Times" berichtete am Freitag allerdings, Investoren, die mit der Wertentwicklung enttäuscht sind und denen rund 30 Prozent des Kapitals gehören, seien nicht zufrieden; einige könnten sich demnach gegen den Plan wenden.

Die Aktionäre sollen die Aufspaltung auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im ersten Quartal 2022 absegnen, wie Toshiba am Freitag mitteilte. Die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

Toshiba war einst Aushängeschild der japanischen Industrie - das Unternehmen hat sich aber nie richtig von einem Bilanzskandal erholt, der im Sommer 2015 bekannt geworden war. Dazu kamen 2017 massive Abschreibungen auf die insolvente US-Atomtochter Westinghouse. 2018 verkaufte Toshiba daher seine lukrative Chiptochter Toshiba Memory, die danach in Kioxia umbenannt wurde. Toshiba bekam dafür umgerechnet rund 18 Milliarden Euro.

In diesem Jahr leidet der Konzern unter einer Führungskrise: Im April wurde Unternehmenschef Nobuaki Kurumatani entlassen, im Juni auf Druck der Aktionäre auch Präsident Osamu Nagayama. Sie hatten laut einer am Freitag veröffentlichten internen Untersuchung "ethische Regeln verletzt", um ihre Vorschläge bei der Aktionärsversammlung 2020 durchzusetzen. Toshiba sucht derzeit einen neuen Chef, Tsunakawa leitet das Unternehmen übergangsweise.

ilo/hcy

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