Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.693,27
    +122,05 (+0,78%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.126,70
    +30,63 (+0,75%)
     
  • Dow Jones 30

    34.479,60
    +13,36 (+0,04%)
     
  • Gold

    1.879,50
    -16,90 (-0,89%)
     
  • EUR/USD

    1,2107
    -0,0071 (-0,58%)
     
  • BTC-EUR

    29.452,33
    -1.564,45 (-5,04%)
     
  • CMC Crypto 200

    924,19
    -17,62 (-1,87%)
     
  • Öl (Brent)

    70,78
    +0,49 (+0,70%)
     
  • MDAX

    34.017,59
    +246,32 (+0,73%)
     
  • TecDAX

    3.475,38
    +31,96 (+0,93%)
     
  • SDAX

    16.401,63
    +145,48 (+0,89%)
     
  • Nikkei 225

    28.948,73
    -9,83 (-0,03%)
     
  • FTSE 100

    7.134,06
    +45,88 (+0,65%)
     
  • CAC 40

    6.600,66
    +54,17 (+0,83%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.069,42
    +49,09 (+0,35%)
     

Top-Aktien für Juni

·Lesedauer: 7 Min.
TUI-Aktie

In den Augen unserer Autoren könnten diese Top-Aktien für Juni spannende Investitionsmöglichkeiten für langfristig orientierte Investoren darstellen.

Ralf Anders: IBM

Das Unternehmen, das über Jahrzehnte die Champions League der Computertechnik anführte und ehrfurchtsvoll „Big Blue“ genannt wurde, ist in den letzten Jahren fast in Vergessenheit geraten. Früher bekannte IBM-Produkte wie Thinkpads und Festplatten werden längst von asiatischen Konzernen hergestellt und vertrieben.

Dennoch belegen jüngste Forschungsergebnisse wie 2-Nanometer-Chips, Ozeanmineralien-Batterietechnik und die Food Trust Blockchain, dass in IBM (WKN: 851399) noch einiges steckt. Doch das Beste ist, dass der Konzern im zweiten Halbjahr aufgespaltet werden soll.

Die IT-Infrastruktur-Services werden als „Kyndryl“ die margenstarke Cashcow geben, während sich beim verbleibenden Geschäft fast alles um Cloud und Künstliche Intelligenz dreht. Kein anderer Tech-Konzern wird so KI-fokussiert sein. Das dürfte für zunehmende Nachfrage nach der Aktie sorgen.

Ralf Anders besitzt keine Aktien von IBM.

Caio Reimertshofer: CD Projekt

Im Monat Juni möchte ich den polnischen Spieleentwickler CD Projekt (WKN: 534356) ins Rampenlicht rücken. Der Aktienkurs von CD Projekt hat sich seit dem Debakel rund um den Release von „Cyberpunk 2077“ immer noch nicht erholt. Ganz offensichtlich ist der Markt noch nicht dazu bereit, neues Vertrauen in das Unternehmen zu setzen, trotz guter Ergebnisse im Geschäftsjahr 2020.

Trotz negativer Presse und einem Zeitfenster von nur knapp einem Monat, um das Spiel zu verkaufen, hat CD Projekt inklusive Retouren 13,7 Mio. Einheiten von „Cyberpunk 2077“ abgesetzt – nur im Jahr 2020. Das Spiel wird laufend verbessert und es ist zu erwarten, dass sich die Absatzzahlen im neuen Jahr auch sehen lassen können. Vor allem dann, wenn die Next-Gen-Version veröffentlicht wird.

Erstaunlicher ist fast noch die folgende Tatsache: Das Kultspiel „The Witcher 3“ hat sich im vergangenen Jahr fast so oft verkauft wie im Jahr des Releases (2015). Ein Zeichen dafür, wie episch das Franchise rund um Geralt von Riva ist, und ein Indiz für die eigentliche Qualität, die dieses Entwicklerstudio birgt. Da wäre es fast schade, sich nicht näher mit der Aktie von CD Projekt zu beschäftigen.

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von CD Projekt.

Florian Hainzl: ServiceNow

ServiceNow (WKN: A1JX4P) entwickelt sich aktuell zu der zentralen Plattform für alle digitalen Arbeitsabläufe. Mit den Anwendungen ist es möglich, die Informationen aus verschiedenen Systemen zu verbinden. Dadurch lassen sich Geschäftsprozesse schnell und einfach ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse automatisieren.

Das Konzept kommt an. 80 % der Fortune 500-Unternehmen sind Kunden bei ServiceNow. Im ersten Quartal 2021 konnte ServiceNow die Abonnementumsätze um 30 % steigern. Für das Gesamtjahr soll der Wert ebenfalls um starke 27–28 % zulegen. Dabei wird eine Bruttomarge von 85 % und eine Free Cashflow-Marge von 30 % angestrebt. Das Unternehmen ist also hochprofitabel.

Unternehmen werden in Zukunft noch stärker auf die Automatisierung von Prozessen angewiesen sein, um im Wettbewerb bestehen zu können. Dabei wird ServiceNow in meinen Augen eine zentrale Rolle spielen.

Florian Hainzl besitzt Aktien von ServiceNow.

Peter Roegner: Oatly Group

Kennt ihr die Oatly Group (WKN: A3CQRG)? Ich hätte von dem Hersteller von Haferdrinks noch nie etwas gehört, wenn nicht die Freundin meines Sohnes aus gesundheitlichen Gründen die Hafermilch der Schweden trinken würde und meine Frau inzwischen ebenfalls umgestiegen wäre.

Zusätzlich hat das Unternehmen Kaffeeprodukte, Soßen zum Kochen und Brotaufstriche im Angebot – Oatly liegt mit seinen veganen Alternativen zu tierischen Produkten voll im Trend, das beweist die Umsatzverdopplung auf 421 Mio. US-Dollar im vergangenen Jahr.

Erst im Mai ist die Aktie an die Börse gegangen. Die Einnahmen in Höhe von 1,4 Mrd. US-Dollar sollen für weiteres Wachstum verwendet werden, vor allem in China, wo Oatly ein wichtiger Marktteilnehmer ist.

Anleger brauchen viel Geduld, aber auf lange Sicht kann das Unternehmen von den Megatrends Klimaschutz und gesunde Ernährung profitieren.

Peter Roegner besitzt keine Aktien der Oatly Group.

Stefan Naerger: Virgin Galactic

Im Juni widme ich der Aktie von Virgin Galactic (WKN: A2PTTF) meine volle Aufmerksamkeit. Das Unternehmen scheint so langsam auf die Erfolgsspur zu wechseln. Wenn die Rakete zündet, wäre ich gerne mit dabei.

Allerdings zunächst lieber als Investor. Der erste Weltraumtourist der Welt möchte ich nicht sein. Aber das macht gar nichts. Die Schlange ist lang. Mehr als 600 Kunden hat Virgin Galactic bereits einsammeln können. Ab 2022 sollen die ersten echten Weltraumflüge stattfinden.

Derlei Ankündigungen hat man schon oft gehört. Doch diesmal könnte es wirklich klappen. Erst kürzlich absolvierte die „VSS Unity“ einen erfolgreichen Testflug. Hut ab, Richard Branson. Wer 17 Jahre am Ball bleibt, hat sich seine Lorbeeren redlich verdient.

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Virgin Galactic.

Frank Seehawer: Fortinet

Mein Favorit für den Monat Juni 2021 ist Fortinet (WKN: A0YEFE). Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Softwareprodukte rund um das Thema IT-Sicherheit und Cybersecurity.

Das Thema sollte in Zukunft eine immer größere Rolle für Unternehmen spielen. Nicht zuletzt die Not-Stilllegung der Colonial Pipeline nach einem Hackerangriff verdeutlicht die gestiegene Bedrohung für Unternehmen.

Die letzten von Fortinet veröffentlichten Quartalszahlen untermauern diesen Trend eindrücklich: Die Gesamtumsätze stiegen um 23 % im Vergleich zum Vorjahr auf 710 Mio. US-Dollar und auch der Ausblick auf das Gesamtjahr sieht ein strammes Wachstum vor. Ebenfalls gut entwickelte sich die Aktie, die zuletzt immer neue Rekordwerte markierte.

Frank Seehawer besitzt keine Aktien von Fortinet.

Vincent Uhr: Etsy

Im Rahmen der Tech-Korrektur gibt es einige Top-Aktien, die jetzt mit Blick auf eine ultra-langfristige Perspektive überaus interessant sein könnten. Etsy (WKN: A14P98) ist jedenfalls meine Wahl, die im E-Commerce noch viel Potenzial bieten dürfte.

Das erste Quartal ist mit einem erneut deutlich dreistelligen Umsatzwachstum überaus stark gewesen. Sorgen bereitete jedoch die Prognose für das zweite Quartal, in dem die Umsätze in einer Spanne zwischen 15 und 25 % zulegen sollen. Ein Schock? Ja, durchaus.

Foolishe Investoren sollten sich von diesem schwächeren Momentum jedoch nicht abhalten lassen. Das Management hinter der Etsy-Aktie nimmt weiterhin einen Markt in Angriff, der nach eigenen Aussagen bei 1,7 Billionen US-Dollar enden soll. Das zeigt: Wachstumspotenzial ist vorhanden, ein Discount von derzeit rund einem Drittel seit dem Rekordhoch könnte eine günstige, langfristig-orientierte Einstiegschance kreieren.

Vincent Uhr besitzt Aktien von Etsy.

Christof Welzel: Colruyt

Colruyt (WKN: A1C7HA) ist in Belgien, Frankreich und Luxemburg vorwiegend im Einzel-, aber auch im Großhandel von Lebensmitteln und Non-Food-Waren aktiv. 2020 trug der Einzelhandel 82,4 % zum Umsatz bei, 10,1 % stammten aus dem Segment Großhandel/Food-Service und 7,5 % aus weiteren Bereichen.

Lebensmittel und Haushaltswaren werden selbst in Krisenjahren stetig eingekauft. So konnte Colruyt im vergangenen Jahr (2020), aber auch 2008 und 2001 bis 2002 seinen Umsatz und Gewinn weiter steigern. Aufgrund der stetig steigenden Gewinne bleibt die Aktie meist von starken Einbrüchen verschont. Seit 1996 ist sie schon mehr als 861 % und damit deutlich besser als der DAX gestiegen (Stand: 24.05.2021).

Christof Welzel besitzt keine Aktien von Colruyt.

Dennis Zeipert: HelloFresh

HelloFresh (WKN: A16140) ist nicht zu stoppen. Nachdem sich der Umsatz im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat, deutet aktuell alles darauf hin, dass die Rekorde im laufenden Jahr noch einmal pulverisiert werden.

Schon im ersten Quartal konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelt werden. Daher wurde auch gleich die Prognose für das Gesamtjahr kräftig angehoben. Trotzdem wird aktuell nur ein Wachstum von bis zu 40 % in Aussicht gestellt. HelloFresh ist allerdings für seine konservativen Prognosen bekannt. Daher würde es mich nicht wundern, wenn sie schon in wenigen Wochen ein weiteres Mal aktualisiert werden müsste.

Zwar hat der Aktienkurs seit Jahresbeginn schon kräftig zugelegt, aber angesichts des Wachstumspotenzials, das HelloFresh zweifellos besitzt, könnte es langfristig noch viel Luft nach oben geben.

Dennis Zeipert besitzt Aktien von HelloFresh.

Der Artikel Top-Aktien für Juni ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Etsy, ServiceNow und Virgin Galactic Holdings. The Motley Fool empfiehlt Fortinet.

Motley Fool Deutschland 2021