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Meine Top-Aktie für März

Anders Bylund, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
Top-Aktien für März
Top-Aktien für März

Der Anbieter digitaler Werbeplatzierung The Trade Desk (WKN: A2ARCV) ist im Moment ein fantastisches Schnäppchen. Das rasante Wachstum der Aktie im Jahr 2020 hat sich in den letzten Monaten in eine Talfahrt verwandelt – aber aus den falschen Gründen. The Trade Desk wird 33 % unter den Allzeithochs vom Dezember gehandelt. Der Grund für den Rückgang scheint mir tatsächlich ein Treiber für zukünftiges Geschäftswachstum zu sein.

Was ist da los bei The Trade Desk?

Das Hauptargument gegen The Trade Desk ist, dass der Online-Content- und Werbegigant Google, eine Tochtergesellschaft von Alphabet (WKN: A14Y6F), die Ad-Tech-Branche auf den Kopf stellen will.

Wie die meisten Unternehmen in diesem Sektor verwendet The Trade Desk zum Tracking sogenannte Drittanbieter-Cookies. Diese Daten werden dann verwendet, um gezielte Werbekampagnen für die Nutzer zu gestalten. Nutzer und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt fordern strengere Datenschutzkontrollen darüber, wie Nutzerdaten gesammelt, weitergegeben und verwendet werden. Daher schaltet Google die Möglichkeit ab, Nutzerdaten auf diese Weise über den Chrome-Browser zu tracken.

Dies ist nicht wirklich neu. Google hat bereits vor fast zwei Jahren damit begonnen, über die Beschränkung von Drittanbieter-Cookies zu sprechen, und schon damals hatten Ad-Targeting-Unternehmen dies kommen sehen. Apple (WKN: 865985) hat vergangenes Jahr die Tracking-Cookies von Drittanbietern im Safari-Browser abgeschaltet. Safari ist weniger verbreitet als Chrome, aber die Änderungen an Safari betreffen auch iPhone- und iPad-Apps. Daher betraf Apples Richtlinienänderung Millionen von iOS-Nutzern auf der ganzen Welt. Google machte diese Woche Schlagzeilen, als es versprach, nicht nur die lästigen Cookies abzuschaffen, sondern auch darauf zu verzichten, sie durch neue Technologien zur Nutzerverfolgung zu ersetzen. Die Aktien des Unternehmens fielen daraufhin um mehr als 12 %.

Wie aus Nachteilen Vorteile werden

Jeff Green, CEO von The Trade Desk, sagt: „Es hat sich nicht viel geändert. Aber was sich geändert hat, wird sich letztendlich als positiv erweisen.“

Man muss wissen, dass The Trade Desk Onlinewerbekampagnen effektiver macht. Cookies von Drittanbietern sind für diesen Zweck nützlich, aber die Technologie wird von jedem Akteur in der Branche verwendet – einschließlich der internen Ad-Tracking-Bemühungen eines jeden Werbekunden. Wenn man dieses Tool wegnimmt, wird es für viele Käufer von Onlinewerbeflächen schwieriger, das Beste aus ihren digitalen Werbeausgaben zu machen. Dann wenden sie sich an Spezialisten, die die nötige Erfahrung, das Fachwissen und die Tools haben. Viele werden sich zuerst an The Trade Desk wenden.

„Wenn wir in einer Welt mit weniger Daten arbeiten, sind wir verdammt gut darin. Unser ganzes System ist darauf aufgebaut, mit begrenzten Daten objektive Entscheidungen zu treffen. Das tun wir mit vielen der Eindrücke, die wir heute sehen“, sagte Green letzten Monat. „Für The Trade Desk spielt es keine Rolle, wie das Identitätsmodell oder der Ansatz aussieht. Wir werden trotzdem erfolgreich sein. Ich kann sogar behaupten, dass wir [in einer Welt ohne Tracking-Technologien] unverzichtbar werden.“

Warum Green recht hat

Es ist natürlich Greens Aufgabe, schwierige Herausforderungen positiv darzustellen. Seine Worte machen jedoch sehr viel Sinn. Mehrere große Trends wirken hier zusammen, um einen perfekten Sturm von Nachfragetreibern für die Dienstleistungen von The Trade Desk zu schaffen. Das Onlinegeschäft boomt, genau wie das Online-Entertainment. Marketingbudgets, die früher für Kabelfernsehen, Zeitungen oder Direktmarketing-Mails vorgesehen waren, werden auf digitale Werbeflächen umgeschichtet. Wachsende Anforderungen an den Datenschutz werden Unternehmen nicht davon abhalten, ihre Produkte, Dienstleistungen und Markennamen so effizient wie möglich zu bewerben. In den meisten Fällen erfordert dies die Unterstützung durch Tools wie die Expertenplattform von The Trade Desk zur Erstellung von Kampagnen.

Und die Aktie hat innerhalb von 10 Wochen 33 % verloren, weil viele Investoren glauben, dass Googles Änderungen beim User-Tracking dem Geschäft von The Trade Desk schaden werden. Das ist schlichtweg falsch, weswegen The Trade Desk heute zu einem starken Kauf wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Apple und The Trade Desk. Anders Bylund besitzt Aktien von Alphabet und The Trade Desk. Dieser Artikel erschien am 7.3.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021